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Gizmo bleibt – und wie schwer mir dieser Film gefallen ist

Gizmo wäre 21 Jahre alt geworden. Ein Film über seinen Blick, sein Kopfneigen, die Liebe zu ihm – und darüber, wie nah Vermissen und Erinnern beieinanderliegen.

Gizmo wäre 21 Jahre alt geworden.

Schon diesen Satz zu schreiben, fällt mir schwer. Mich dann durch seine Bilder zu arbeiten, seinen Blick wieder vor mir zu sehen und daraus einen Film entstehen zu lassen, ist noch einmal eine ganz andere Nummer.

Ganz ehrlich: Das war wieder ziemlich hardcore für mich.

Mit „Gizmo bleibt“ möchte ich ihm etwas widmen, das sich nach ihm anfühlt. Warm, liebevoll und ruhig. Einen Film, in dem seine Erinnerung Platz bekommt. Und während ich daran arbeite, merke ich immer wieder, wie nah Liebe und Vermissen noch immer beieinanderliegen.

Bei diesem Projekt hängt für mich unglaublich viel an den kleinen Dingen: an seinem schwarzen Fell, seinen Ohren, seinen Augen und diesem vertrauten Ausdruck. Ganz besonders aber an der Art, wie er den Kopf geneigt hat.

So eine kleine Bewegung kann mehr auslösen als viele Worte. Plötzlich ist da etwas wiedererkennbar, das ganz zu ihm gehört. Etwas, das man nicht erklären muss, wenn man seinen Hund geliebt hat.

Deshalb war mir seine Darstellung so wichtig. Ich habe genau hingesehen, korrigiert und immer wieder verglichen. Hinter jedem Detail stand für mich dieselbe Frage: Erkenne ich meinen Gizmo darin wieder?

Das macht die Arbeit persönlich. Und manchmal ziemlich schwer. Ich beschäftige mich mit Bildern und Szenen, aber emotional bin ich längst mitten in der Erinnerung. Der Film entsteht am Bildschirm, während Gizmo in meinem Kopf wieder ganz nah ist. Eine eher anspruchsvolle Form von Filmschnitt, wenn man so will.

Auch meine Dogiwood-Stars gehören zu diesem Film. Sie kommen einzeln und bringen weiße Lilien. Rhonda eröffnet diesen Teil und trägt als Einzige einen großen Strauß. Die anderen legen jeweils eine einzelne Blume dazu.

Auf einem roten Teppich aus Weihnachtssternen entsteht so nach und nach ein gemeinsamer Gruß an Gizmo.

Diesen Gesten möchte ich Zeit geben: dem Näherkommen, dem Blick, dem vorsichtigen Ablegen und dem kurzen Moment danach, in dem niemand etwas sagen muss. Die Kamera soll langsam durch die Szene gleiten, zwischen den Blumen im Vordergrund und den Figuren dahinter.

Mir ist wichtig, dass man diese Nähe spüren kann. Dass das Bild einen Moment stehen bleibt. Einen Moment, in dem auch das eigene Vermissen Platz haben darf.

Einen solchen Film zu gestalten, bedeutet für mich, mich den Erinnerungen immer wieder auszusetzen. Jedes Foto verlangt einen neuen Blick. Jede Entscheidung führt mich wieder zu Gizmo zurück.

Das ist schön. Und es tut weh.

Beides ist gleichzeitig da: die Freude darüber, ihn so vertraut vor mir zu sehen, und das Wissen, dass er fehlt. Diese Arbeit hat mich emotional wieder richtig gefordert. Das gehört zur Entstehung dieses Films genauso dazu wie die Bilder und die Musik.

Ich wünsche mir, dass am Ende die Liebe spürbar wird, die in all diesen kleinen Entscheidungen steckt.

Gizmo, du wärst 21 geworden.

Dieser Film ist für dich. Für deinen Blick, dein Kopfneigen und all das, was ich mit dir verbinde.

Du fehlst. Und bleibst.

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