DW DOGIWOOD
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Wir bauen unser eigenes Filmstudio. Natürlich.

Dogiwood wollte eigentlich nur Filme machen. Jetzt bauen wir ein eigenes Schnittprogramm, verwalten darin komplette Produktionspakete und planen bereits die direkte Verbindung zu Videogeneratoren.

Es gibt Ideen, bei denen man kurz innehält und sich fragt: Ist das wirklich eine gute Idee?

Und dann gibt es Dogiwood. Da lautet die entscheidende Frage eher: Wie kompliziert kann es schon werden?

Die Antwort kennen wir inzwischen. Sehr.

Eigentlich wollten wir nur Filme machen. Geschichten erzählen, ein paar Hunde ins Chaos schicken, Benji eine rückwärts getragene Basecap aufsetzen und Theo die Verantwortung geben. Wobei Letzteres möglicherweise schon der erste Fehler war.

Ganz normales Filmgeschäft also.

Dann wurde aus Dogiwood eine Webseite. Danach wurden es mehrere Webseiten. Es kamen Dogiwood Control, das Archiv, automatische Updates, ein Messenger, Streaming, DogiFlix und Produktionspakete dazu. Und irgendwann fiel der vollkommen vernünftige Satz: Eigentlich könnten wir doch auch noch unser eigenes Schnittprogramm bauen.

Natürlich könnten wir das.

Andere Menschen installieren CapCut. Wir bauen DogiCut.

DogiCut soll irgendwann unser eigener Schnittplatz für Dogiwood werden. Nicht morgen, nicht nächste Woche und vielleicht auch nicht nächsten Monat. Aber irgendwann.

Das ist vermutlich einer der Gründe, warum das Projekt tatsächlich funktionieren könnte. Wir haben keinen festen Termin, keinen Investor im Nacken und niemanden, der eine Präsentation mit dem Satz „Marktreife bis Q2“ verlangt. Wir können einfach einen Baustein nach dem anderen bauen.

Und erstaunlicherweise funktioniert das bisher ziemlich gut.

Wobei wir nicht etwa mit der Timeline angefangen haben. Das wäre ja naheliegend gewesen. Stattdessen haben wir zuerst dafür gesorgt, dass DogiCut überhaupt sauber mit Dogiwood sprechen kann.

DogiCut läuft als native Desktop-Anwendung unter Linux Mint und verbindet sich über denselben sicheren API-Tunnel mit Dogiwood Control wie unser bestehender DWC Desktop. Danach bekam DogiCut automatische Updates – natürlich ebenfalls über Dogiwood Control.

Denn wenn man schon sein eigenes Schnittprogramm baut, möchte man es schließlich nicht jedes Mal per USB-Stick aktualisieren wie einen Navigationscomputer aus dem Jahr 2004.

Anschließend kam das Archiv. Und genau da wurde es plötzlich interessant.

Das Dogiwood-Archiv kennt inzwischen Projekte, Storyboards, Bilder, Szenen, Audio und nun auch Videoclips. DogiCut kann ein Archivprojekt öffnen, Bilder direkt als Vorschau anzeigen und die Originaldateien lokal laden. Die Dateien werden geprüft, und der lokale Cache weiß anschließend, zu welchem Projekt und welchem Asset sie gehören.

Bilder lassen sich groß anzeigen. Audio kann heruntergeladen und direkt abgespielt werden.

Und dann kam dieser Moment: Ein Produktionspaket hochladen – und plötzlich ist fast das komplette Filmprojekt schon in DogiCut.

Da mussten wir selbst kurz feststellen: Okay. Das ist tatsächlich ziemlich genial.

Natürlich blieb es nicht bei Bildern und Audio. Als Nächstes kamen Videoclips ins Archiv. Nicht einfach nur als MP4, die irgendwo herumliegt, sondern mit den Informationen, die später wichtig werden können: Projekt, Szene, Take, Dauer, Auflösung, Bildrate, vorhandener Ton, Dateigröße und Prüfsumme.

Dazu kommen Generator und Modell. Denn irgendwann möchten wir nicht nur wissen, dass eine Datei existiert. Wir möchten wissen: Das ist Take 3 von Szene 7, erzeugt mit Seedance 2.0, gehört zu diesem Film und wurde exakt in dieser Version verwendet.

Normale Menschen nennen das vermutlich Medienverwaltung.

Wir nennen es inzwischen Dienstag.

Der erste Videoupload wurde selbstverständlich von unserer eigenen Sicherheitssoftware blockiert. C.O.C.O. Malware Shield meldete sinngemäß: Da könnte PHP-Code drin sein!

Es war ein Video.

Aber C.O.C.O. bleibt C.O.C.O. Lieber einmal einen Film verhaften, als eine Webshell durchzulassen. Nach einer kleinen diplomatischen Verhandlung akzeptiert C.O.C.O. inzwischen auch MP4, MOV und WebM – solange es tatsächlich Videos sind.

Eine als Video verkleidete PHP-Webshell darf weiterhin draußen bleiben. Man muss schließlich Grenzen ziehen.

Und natürlich wäre Dogiwood nicht Dogiwood, wenn wir an dieser Stelle sagen würden: Das reicht jetzt.

Langfristig soll DogiCut auch direkt mit Videogeneratoren sprechen können, zum Beispiel mit Seedance. Die Idee sieht ungefähr so aus: Storyboard öffnen, Szene auswählen, das bereits im Archiv liegende Referenzbild verwenden, den Prompt aus dem Produktionspaket übernehmen, die Dauer auswählen, die Kosten anzeigen und auf „Generieren“ drücken.

Seedance erzeugt den Clip. Der Clip landet automatisch im richtigen Archivprojekt. DogiCut zeigt ihn im Medienpool an. Dann geht es auf die Timeline.

Fertig.

Zumindest theoretisch. In der Praxis wird Benji vermutlich währenddessen irgendwo einen Stecker ziehen.

Wird DogiCut CapCut ersetzen? Aktuell: nein. Unsere Filme schneiden wir weiterhin ganz entspannt mit CapCut.

DogiCut hat keinen Zeitdruck. Und genau so soll es bleiben. Wir bauen keinen zwanghaften CapCut-Klon, sondern einen Schnittplatz, der genau das kann, was Dogiwood braucht: viele kurze KI-Szenen, Musik, Dialog, Übergänge, Bilder, Greenscreen, Titel und später vielleicht auch Keyframes.

Vor allem soll DogiCut direkt mit unserer gesamten Produktionsstruktur verbunden sein. CapCut kennt schließlich nicht Szene 12 unseres nächsten Films.

DogiCut irgendwann schon.

Wann wir damit fertig sind? Keine Ahnung.

Das ist vermutlich die ehrlichste Projektplanung, die wir je hatten. Aber bisher funktioniert erstaunlicherweise alles, was wir Stück für Stück gebaut haben. Also machen wir einfach weiter: ein Baustein, ein Test, ein Patch, ein kleiner Triumph – und gelegentlich ein PHP-Fatal-Error um Mitternacht.

Irgendwann öffnen wir DogiCut, wählen ein Dogiwood-Projekt aus, erzeugen vielleicht noch eine fehlende Szene, schneiden den Film, exportieren ihn und schicken ihn direkt zurück ins Archiv.

Und vermutlich sitzen wir anschließend davor und sagen: Moment mal … wir haben gerade wirklich unser eigenes Filmstudio gebaut.

Bis dahin bleibt nur die Frage: Ist das alles ein bisschen größenwahnsinnig?

Ja.

Aber seien wir ehrlich: Ohne ein gesundes Maß an Größenwahn gäbe es Dogiwood vermutlich überhaupt nicht.

Dogiwood Studios – wir hätten auch einfach Filme machen können. 🎬🐾

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