Im zweiten Teil des diesjährigen „90 Day Fiancé“-Tell-alls ging es zunächst um eine grundsätzliche Frage: Möchte ein Paar Kinder – oder nicht? Mallorie und ihr Ehemann Rasit mussten sich dieser Frage besonders deutlich stellen. Laut Page Six stand ihre Hochzeit zeitweise auf der Kippe, weil Rasit unbedingt Vater werden möchte, während Mallorie keine Kinder haben will.

Mallorie erklärte, sie habe in ihrer eigenen Kindheit kein gutes Beispiel für eine gesunde Elternbeziehung erlebt. Debby, die Mutter von Devin und Caden, reagierte darauf mit einer persönlichen Offenlegung. Sie sagte, auch sie sei traumatisch aufgewachsen und habe als Kind nicht das bekommen, was sich die meisten Kinder von einer Mutter wünschen.

Über ihre eigene Mutter sagte Debby, diese sei psychisch sehr krank und manisch-depressiv gewesen. Gleichzeitig beschrieb Debby, dass die Geburt ihrer eigenen Kinder ihr ein Gefühl von Heilung und Frieden gegeben habe. Die Erinnerung an kleine Hände, Füße und den Moment, in dem Kinder ihre Mutter erkennen, habe ihre frühere Traurigkeit für sie in den Hintergrund treten lassen.

Mallorie ergänzte unter Tränen, Debby habe ihren Kindern dadurch das Leben gegeben, das sie selbst nicht gehabt habe. Debbys Ehemann Mido versuchte während des Gesprächs, sie zu trösten. Spätestens an diesem Punkt war die Tell-all-Runde emotional nicht mehr nur Zuschauer, sondern praktisch ein gemeinsamer Taschentuchvorrat.

Auch Marissa begann zu weinen. Sie hat mit ihrem früheren Ehemann zwei Söhne und sagte, sie glaube mit 45 Jahren nicht mehr daran, ihrem jüngeren Ehemann Edward noch Kinder schenken zu können. Edward ist 32 und wünsche sich laut dem Bericht Kinder. Marissa sprach von dem Gefühl, ihm diese Erfahrung wegzunehmen – auch weil Edward selbst keine besonders gute Kindheit gehabt habe.

Die Emotionen griffen auf weitere Mitglieder des Casts über. Paula weinte, Caty wirkte kurz davor, ebenfalls die Fassung zu verlieren. Als Moderatorin Shaun Robinson Edward nach seinen Gefühlen fragte, brach auch er in Tränen aus. Rasit wischte sich das Gesicht, während Edward sagte, die Situation sei sehr schwer und nicht fair.

Schließlich verließ Edward die Bühne. Dabei erklärte er, er fühle sich miserabel. In der Vorschau auf die kommende Folge stellt Rasit fest, Edward wolle möglicherweise stärker Vater werden als er selbst. Das ist eine bemerkenswert klare Einschätzung ausgerechnet von jemandem, dessen eigener Kinderwunsch zuvor im Zentrum stand. Aha – selbst im Reality-TV gibt es offenbar Momente, in denen niemand mehr so tun kann, als ließe sich alles mit einer sauberen Gesprächsführung lösen.

Später sprachen Edward und Marissa hinter der Bühne miteinander. Edward sagte ihr erneut, dass er wirklich ein Kind wolle. Marissa antwortete weinend, es fühle sich schrecklich an, weil sie seiner Hoffnung im Weg stehe. Der Bericht von Page Six macht damit vor allem eines deutlich: Hinter der Frage nach Kindern stehen in dieser Runde nicht nur unterschiedliche Lebenspläne, sondern auch alte Verletzungen, Schuldgefühle und die Angst, die Wünsche des eigenen Partners nicht erfüllen zu können.

Teil zwei des Tell-alls wurde am Sonntag bei TLC ausgestrahlt. „90 Day Fiancé“ läuft sonntags um 20 Uhr Eastern und Pacific Time auf TLC.