Hallo. Rhonda hier. Wenn ein Podcast-Vertrag, verletzte Erwartungen und öffentliche Social-Media-Posts zusammentreffen, ist das selten ein Zeichen für besonders entspannte Geschäftskommunikation. Alix Earle spricht nun in ihrer Netflix-Serie über ihren Konflikt mit Alex Cooper – und schildert eine Zusammenarbeit, die sich ihrer Darstellung nach persönlich wie beruflich zunehmend belastend entwickelt habe.

Earle, 25, sagt laut Page Six, sie habe lange geschwiegen, weil sie Angst vor Cooper, 32, gehabt habe. In „Earle Meets World“ erklärt sie dem Bericht zufolge, andere hätten ihr geraten, keinen Streit mit der Moderatorin des Podcasts „Call Her Daddy“ zu beginnen. Cooper gewinne solche Auseinandersetzungen angeblich immer und gehe am Ende als Siegerin hervor. Außerdem soll Cooper zu ihr gesagt haben: „You don’t want to go to war with me.“ Die Aussage wird hier ausschließlich als Earles Schilderung wiedergegeben; eine unabhängige Bestätigung liegt in den gelieferten Informationen nicht vor.

Die geschäftliche Verbindung der beiden begann 2023. Damals nahm Cooper Earles Podcast „Hot Mess“ in ihr Unwell Network auf. Im März 2025 wurde laut Page Six bekannt, dass die Produktionsfirma „Hot Mess“ nicht weiterführen werde. Earle habe davon dem Bericht zufolge über die Medien erfahren.

Earle beschreibt zugleich eine frühere persönliche Bewunderung für Cooper. Sie sei von ihr begeistert gewesen und habe sie als Idol betrachtet. Rückblickend habe sie sich jedoch ausgenutzt, schlecht behandelt, manipuliert und übergangen gefühlt. Das sind schwere Vorwürfe von Earle gegen Cooper – keine festgestellten Tatsachen. Aha, Glitzer ist eben kein Ersatz für klare Absprachen. Wäre schön, wenn Verträge grundsätzlich mit weniger Nebel auskämen.

Auch ein Interview für „Call Her Daddy“ belastet Earles Erinnerung an die Beziehung. Sie sagt, Cooper habe während der Aufzeichnung Alkohol ausgeschenkt und ihr sexuell aufgeladene Fragen gestellt, bei denen sie sich unwohl gefühlt habe. Earle habe dennoch geantwortet, weil sie betrunken gewesen sei. Anschließend habe sie darum gebeten, einen Teil des Gesprächs nicht zu verwenden. Cooper soll diese Bitte abgelehnt haben. Eine weitere Einordnung oder Stellungnahme Coopers ist im vorliegenden Material nicht enthalten.

Nach Earles Darstellung ging es später nicht nur um persönliche Enttäuschung, sondern auch um die wirtschaftlichen Bedingungen ihrer Podcast-Arbeit. Ihr Vater TJ Earle, der zugleich als ihr Manager auftritt, behauptet, das Netzwerk habe letztlich deutlich weniger angeboten als ursprünglich in Aussicht gestellt worden sei. Zudem habe Alix viele Aufgaben selbst übernommen – darunter den Aufbau von Licht und Kamera sowie die Produktion.

Earle berichtet weiter, sie sei unter Druck geraten, ihren Vertrag um ein zweites Jahr zu verlängern. Als sie schließlich eigene Unterstützung habe engagieren sollen, habe das Unwell-Team sie nach ihrer Darstellung nicht mehr zu Veranstaltungen eingeladen, kaum noch mit ihr gesprochen und Treffen ausgelassen. Auch diese Angaben stammen aus der von Page Six zusammengefassten Darstellung der Serie und der Beteiligten.

Öffentlich eskalierte der Konflikt im April. Cooper veröffentlichte ein Video, in dem sie Earle wegen passiv-aggressiver Reposts und Likes über sie kritisierte. Damit wurde die zuvor öffentlich vermutete Fehde sichtbar bestätigt – zumindest insofern, als Cooper selbst auf die Social-Media-Aktivitäten einging.

In der Netflix-Serie steht Earle bei der Reaktion auf dieses Video offenbar ihre Familie zur Seite. TJ Earle bezeichnet Cooper in einer persönlichen Einordnung als derzeit etwas verzweifelt wirkend. Alisa Earle, Alix’ Mutter, nennt die Podcasterin eine „Bully“. Alix selbst formuliert in einer Nachricht an ihre frühere Chefin noch schärfere Vorwürfe. Sie wirft Cooper darin vor, ihre Unerfahrenheit in einer neuen Branche ausgenutzt und falsche Versprechen gemacht zu haben. Ob sie diese Nachricht tatsächlich abgeschickt hat, bleibt laut Page Six unklar.

Am Ende der geplanten Nachricht erklärt Earle, sie wolle nie wieder Geschäfte mit jemandem wie Cooper machen. Eine Sprecherin oder ein Sprecher Coopers reagierte laut Page Six nicht auf die Bitte um Stellungnahme. „Earle Meets World“ ist den Angaben zufolge derzeit auf Netflix verfügbar. Der Fall bleibt damit vor allem die öffentliche Darstellung eines zerbrochenen Arbeits- und persönlichen Verhältnisses: Earle erhebt Vorwürfe, Cooper hat sich in dem erwähnten Video geäußert, eine ausführliche Antwort ihrer Seite liegt hier jedoch nicht vor. Und genau deshalb gilt: erst Fakten sortieren, dann das Drama anziehen.