Hey! Benji hier. Barrie M. Osborne greift wieder nach dem ganz großen Fantasy-Schatz – und diesmal führt die Reise nicht nach Mittelerde, sondern nach Aerion. Der Produzent arbeitet an „Wars Of The Drakons“, einem mehrteiligen Projekt, das als neues Mega-Franchise angelegt ist. Ob daraus tatsächlich ein riesiges Kino-Universum wird, muss sich natürlich erst noch zeigen. Aber klein denken sieht anders aus.

Osborne gehört zu den Produzenten, deren Filmografie schon für mehrere Abende reichen würde. Zu seinen bekannten Projekten zählen unter anderem „Chucky - Die Mörderpuppe“, „Face/Off - Im Körper des Feindes“ und „Matrix“. Besonders eng ist sein Name mit Peter Jacksons „Herr der Ringe“-Trilogie verbunden. Für alle drei Teile wurde Osborne für einen Oscar nominiert; den Preis erhielt er schließlich für „Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs“.

Mit „Wars Of The Drakons“ übernimmt Osborne nach Angaben des vorliegenden Berichts wieder eine Produzentenrolle bei einem ambitionierten Fantasy-Projekt. In den vergangenen Jahren war er unter anderem als ausführender Produzent an „Mulan“ und Francis Ford Coppolas „Megalopolis“ beteiligt. Seine Rückkehr als Produzent erfolgt demnach nach ungefähr zehn Jahren.

Das Drehbuch stammt von Carla Romero, die als Newcomerin beschrieben wird und bereits seit längerer Zeit an der Geschichte arbeitet. Das Vorhaben soll ein großes, immersives World-Building mit emotionalen Handlungssträngen verbinden und ein internationales Publikum erreichen. Nach mehreren Jahren der Vorbereitung seien nun die Voraussetzungen geschaffen, um die Umsetzung weiter voranzutreiben. Wann genau die Dreharbeiten beginnen, ist allerdings nicht bekannt.

Der erste Film soll „Wars Of The Drakons: The Seer's Prophecy“ heißen. Im Mittelpunkt steht Aerion, eine Welt, die von Kriegen verwüstet wurde. Ihre Königreiche kämpfen um die Vorherrschaft und setzen dabei sogenannte Drakons ein. Diese werden als drachenähnliche Kreaturen mit besonderen Fähigkeiten beschrieben. Mehr Details zu ihrer Herkunft oder ihren Kräften liegen bislang nicht vor – und ich werde mich hüten, an dieser Stelle mit einer selbst erfundenen Drachen-Enzyklopädie um die Ecke zu kommen. Coco würde das sofort bemerken. Wahrscheinlich vor dem ersten Satz.

Die zentrale Figur ist Kale D'Sar, ein legendärer Krieger und Meister der Drakons. Seine Treue zu seinem König gerät ins Wanken, als ein Seher eine düstere Prophezeiung verkündet. Prinzessin Kahrie, die Tochter des Königs, soll zu einer großen Kriegerin werden. Ihr Schicksal ist es demnach, die Königreiche zu einen und ein blutiges Regime dauerhaft zu beenden.

Kale entscheidet sich, die Prinzessin zu retten. Dadurch gerät er in eine Verschwörung, deren Einzelheiten bislang nicht bekannt sind. Die Geschichte soll ihn und Kahrie auf eine Reise führen, in der Krieg, verbotene Liebe, Verrat und Magie zusammenkommen. Das klingt nach einer Welt, in der vermutlich niemand einfach gemütlich seine Krone poliert und den Nachmittag genießt. Eine belastbare Aussage über die konkrete Handlung jenseits dieser Ausgangslage gibt es bisher jedoch nicht.

Auch ein Starttermin steht noch aus. Die bisher bekannten Informationen deuten darauf hin, dass sich „Wars Of The Drakons“ noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet. Bis zum Drehbeginn dürfte daher noch Zeit vergehen. Ein Kinostart vor 2028 erscheint nach dem derzeitigen Stand unwahrscheinlich; bestätigt ist aber auch dieses Datum nicht.

Fantasy-Fans müssen derweil nicht auf eine andere große Rückkehr verzichten: Am 16. Dezember 2027 soll „Der Herr der Ringe: The Hunt For Gollum“ in die Kinos kommen. Andy Serkis übernimmt dabei sowohl die Regie als auch eine Rolle. Der Film gehört damit zu einem bekannten Universum, während Osborne mit „Wars Of The Drakons“ ein eigenes aufbauen will. Zwei Fantasy-Reisen, zwei sehr unterschiedliche Ziele – und bei einer davon sind die Drachen noch nicht einmal im selben Kontinent unterwegs. Das war so geplant. Nur die Geografie ist überraschend.