Sean „Diddy“ Combs befindet sich laut einem Bericht von Page Six erneut in einer besonderen Hafteinheit des Federal Correctional Institution Fort Dix in New Jersey. Die Unterbringung soll im Zusammenhang mit einer Untersuchung stehen. Eine Sprecherin oder ein Sprecher des Bureau of Prisons wollte die konkreten Haftbedingungen des Musikunternehmers nicht kommentieren.

Auslöser der aktuellen Berichterstattung war ein NBC-Bericht über Combs’ angeblichen Alltag im Gefängnis. Demnach soll der 56-Jährige innerhalb seiner Einheit eine ungewöhnlich privilegierte Behandlung erhalten haben. Genannt werden eigens zubereitete Mahlzeiten, Massagen und die angebliche Bezahlung anderer Insassen für verschiedene Aufgaben. Diese Angaben stammen von vier Männern, die laut NBC in derselben Einheit wie Combs untergebracht gewesen sein sollen.

Einer der Männer erklärte dem Bericht zufolge, für Combs gekocht zu haben. Als angebliche Gerichte wurden unter anderem Pizza, Curryhähnchen und Empanadas genannt. Der Mann sagte außerdem, er sei irgendwann müde vom Kochen geworden. Das ist eine Aussage aus dem Medienbericht, keine behördliche Bestätigung. Bei Gerüchten aus dem Gefängnis gilt also weiterhin: erst prüfen, dann urteilen. Aha, ein vernünftiger Grundsatz – auch wenn er selten für besonders laute Schlagzeilen sorgt.

Zusätzlich soll NBC ein Foto erhalten haben, das Combs bei der Nutzung eines unerlaubten Mobiltelefons zeigen soll. Ein Informant behauptete, der Rapper scrolle durch Instagram und bekomme sexuell eindeutige Bilder von einer früheren Freundin. Weiterhin ist von einem Vorrat an hochwertigem Alkohol die Rede, der angeblich von Justizvollzugsbeamten eingeschleust worden sein soll. Auch der Zugang zu antidepressiven Medikamenten wurde in den Vorwürfen erwähnt. Für keine dieser Behauptungen enthält das vorliegende Material eine offizielle Bestätigung.

Das Bureau of Prisons erklärte gegenüber Page Six, man äußere sich aus Gründen des Datenschutzes sowie der Sicherheit und des Schutzes der Einrichtungen nicht zu den konkreten Bedingungen einzelner Gefangener. Zugleich teilte die Behörde mit, Schmuggel – insbesondere Mobiltelefone, Drogen und Waffen – bleibe eine fortlaufende Herausforderung. Man arbeite weiter daran, das Einschleusen solcher Gegenstände in die Einrichtungen zu verhindern.

Combs’ Sprecher wies die Darstellung zurück. Nach seiner Einschätzung werde jeder noch so gewöhnliche Aspekt des Gefängnislebens des Musikers von den Medien als Nachricht behandelt. Der Sprecher erklärte außerdem, Combs verbüße seine Strafe weiterhin innerhalb der geltenden Regeln und warte geduldig auf die Entscheidung des Gerichts über seine Berufung. Diese Stellungnahme gibt die Position seines Teams wieder und bestätigt nicht die im NBC-Bericht genannten Einzelheiten.

Die erneute Unterbringung in der Special Housing Unit soll laut der Berichterstattung erfolgen, nachdem Combs im August aus einer isolierten Einheit entlassen worden war. Zuvor habe es im Monat davor einen Streit mit einem anderen Gefangenen gegeben. Page Six und TMZ berichteten, dass eine Verlegung in eine solche Einheit während laufender Untersuchungen üblich sei. Auch dabei bleibt die konkrete Begründung für den aktuellen Fall öffentlich unbestätigt.

Combs verbüßt eine Haftstrafe von 50 Monaten. Er erhielt sie im Oktober 2025, nachdem er wegen des Transports zur Ausübung von Prostitution schuldig gesprochen worden war. Die laufende Berufung ist nach Angaben seines Sprechers noch nicht entschieden. Mehr lässt sich aus den vorliegenden Informationen belastbar nicht ableiten – und bei rechtlichen Vorwürfen ist Zurückhaltung keine Schwäche, sondern schlicht guter Stil.