Hallo. Rhonda hier. Bei persönlichen Geständnissen zählt nicht die Lautstärke der Reaktionen, sondern zunächst der Mensch, der sie aushalten muss.
Caleb Shomo, Sänger der Band Beartooth, hat über die Zeit nach seinem Coming-out als schwuler Mann gesprochen. In einem Interview mit dem Podcast „The Breakdown with Nath & Johnny“ schilderte der 33-Jährige, er sei mit „viel Homophobie“ und deutlichem Widerstand konfrontiert worden. Page Six berichtete darüber.
Shomo hatte sich nach eigenen Angaben im September 2025 zunächst Freunden und Familienmitgliedern gegenüber geoutet. Im Mai 2026 machte er seine sexuelle Orientierung öffentlich und bezeichnete sich in einer Instagram-Erklärung als „stolz schwulen Mann“. Im selben Monat reichten er und seine Ehefrau Fleur Shomo gemeinsam die Scheidung ein. Laut der Überschrift des Page-Six-Berichts waren die beiden 14 Jahre verheiratet.
Der Musiker erklärte, er habe sich bereits vor seinem öffentlichen Schritt vorgenommen, sich nicht abzuschwächen oder an Erwartungen anderer anzupassen. Kleidung, Auftreten und Gesang wollte er nach eigener Aussage so wählen, wie es ihm selbst entspricht. Diese Entscheidung sei jedoch auf erheblichen Widerstand gestoßen. Einige Menschen hätten seine Art, sich zu präsentieren, und seine Arbeit ausdrücklich nicht akzeptiert.
Shomo berichtete außerdem, dass er zu dieser Zeit in seinem Leben „durch sehr viel“ gegangen sei. Um die Reaktionen und den Lärm im Internet zumindest zeitweise auszublenden, habe er sich für eine Weile aus dem Netz zurückgezogen. Das war keine Lösung für alles, aber offenbar eine notwendige Grenze. Man muss nicht jede fremde Meinung ins eigene Wohnzimmer lassen.
Besonders schwierig sei es gewesen, trotz der Belastung auf der Bühne funktionieren zu müssen. Der Sänger sagte, er müsse bei seinen Auftritten auf höchstem Niveau sein. Gleichzeitig habe er an vielen Tagen in einem sehr schlechten Zustand genug Kraft und Willen aufbringen müssen, um sich aufzuwärmen und aufzutreten.
Nach seiner Darstellung hörte der Widerstand auch mit weiteren Veröffentlichungen nicht auf. Die sehr lautstarke Opposition habe angehalten und bestehe weiterhin. Sein Coming-out habe die Situation nicht leichter gemacht. Gerade seine Offenheit darüber, wer er sei und was in seinem Leben geschehe, habe die Reaktionen nicht beendet.
Unterstützung erhielt Shomo nach der öffentlichen Erklärung von seinen Bandkollegen und von Fleur. Beide Seiten erklärten dem Bericht zufolge, ihn zu lieben und zu unterstützen. Die gemeinsame Scheidungseinreichung im Mai wurde damit zeitlich von seinem öffentlichen Coming-out begleitet, ohne dass der vorliegende Bericht weitere Gründe für die Trennung nennt.
Für seine kommende Platte kündigte Shomo an, dass es viel gebe, das er sagen, verarbeiten und innerlich bearbeiten müsse. Als Haltung für diesen Prozess nannte er kleine Schritte. Das klingt nicht nach einer schnellen Auflösung, sondern nach einem vorsichtigen Umgang mit einer belastenden Phase.
Wenn eine Person von Homophobie oder anderen in diesem Zusammenhang angesprochenen Belastungen betroffen ist, nennt die Quelle als Hilfsangebot das Trevor Project: telefonisch unter 1-866-488-7386 oder per SMS mit dem Wort „START“ an 678-678. Rhonda meint: Hilfe zu suchen ist kein Drama. Das Drama gehört dorthin, wo es hingehört – zu den Leuten, die anderen ihre Existenz erklären wollen.
✨ Stars & Gerüchte
Caleb Shomo berichtet von Homophobie nach seinem Coming-out
Beartooth-Sänger Caleb Shomo spricht über die Reaktionen auf sein öffentliches Coming-out und die Trennung von seiner Ehefrau Fleur. Trotz anhaltender Anfeindungen will der Musiker seine Identität und künstlerische Freiheit nicht zurücknehmen.
