Hallo. Rhonda hier. In diesem Fall geht es nicht um eine kleine Familienverstimmung, sondern um einen laufenden Rechtsstreit nach Dolly Partons Tod. Bryan Seaver, Partons Neffe und früherer Leiter ihrer privaten Sicherheit, lässt die gegen ihn erhobenen Vorwürfe durch seine Anwälte zurückweisen.
Die Anwälte Dominic J. Leonardo und James L. Collier erklärten Page Six zufolge, Seaver sei grundsätzlich ein sehr zurückgezogener Mensch. Parton habe ihn jedoch mit Zustimmung der Familie ausgewählt, um ihren Tod öffentlich bekanntzugeben. Seaver hätte diese öffentliche Rolle demnach lieber vermieden, da der Konflikt seine Familie zusätzlich belaste.
Im Mittelpunkt steht der Streit mit Danny Nozell, Partons langjährigem Businessmanager. Nozell soll Seaver im vergangenen Monat als Sicherheitschef entlassen haben. Gemeinsam mit Partons Gesellschaft She’s Alive, LLC beantragte er anschließend eine einstweilige Verfügung gegen Seaver.
Seavers Anwälte kritisieren, dass Nozell während der Trauer der Familie mit einer aus ihrer Sicht unvollständigen Darstellung vor Gericht und in den Medien aufgetreten sei. Nachrichten, die nun als Belege herangezogen würden, seien irreführend und aus dem Zusammenhang gerissen, erklärten sie. Außerdem sei die Verfügung ohne vorherige Anhörung Seavers erlassen worden. Seine eigene Darstellung stehe noch aus.
Nozell arbeitete laut den von Page Six angeführten Unterlagen mehr als zwei Jahrzehnte mit Parton zusammen. In dem Antrag wird Seaver vorgeworfen, Nozell mit Nachrichten unter Druck gesetzt und Geld gefordert zu haben. Dabei soll Seaver auf seine frühere Erfahrung als Militärdienstleister, seinen Zugang zu Waffen und seine angebliche Fähigkeit zu Gewalt verwiesen haben. Die Vorwürfe sind nicht als gerichtliche Feststellungen dargestellt.
Den Unterlagen zufolge sollen die Nachrichten so bedrohlich gewirkt haben, dass Angestellte von Nozells Managementunternehmen zeitweise nicht mehr in dessen Büro gingen. Zusätzlich wird Seaver vorgeworfen, Mitarbeiter in Partons Hotel und Museum eingeschüchtert und belästigt zu haben. Auch eine E-Mail vom 21. August wird in dem Verfahren thematisiert. Sie stand in einem Verteiler mit dem Betreff „Fwd: Letter from Dolly“ und soll mehrere aggressive und vulgäre Formulierungen enthalten haben.
Ein Richter gewährte Seaver in der vergangenen Woche den Angaben zufolge mehr Zeit bis zur Gerichtsverhandlung. Der Termin ist für den 20. Oktober angesetzt. Bis dahin bleiben die Anschuldigungen und die Antwort seiner Seite Bestandteile eines laufenden Verfahrens. Das ist der unglamouröse Teil von Schlagzeilen: Ein Gericht arbeitet nicht nach dem Tempo eines Instagram-Videos.
Parton starb am 25. August nach einem laut Quelle geheim gehaltenen Kampf gegen Krebs. Sie wurde 80 Jahre alt und hinterließ ein Vermögen von 450 Millionen US-Dollar. Seaver war derjenige, der ihren Tod in einem Instagram-Video bekanntgab. Seine Anwälte erklärten abschließend, die Familie wolle die Angelegenheit gütlich und zügig klären und Partons Vermächtnis aus dem Streit heraushalten.
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Dolly Partons Neffe weist Vorwürfe in Rechtsstreit zurück
Bryan Seavers Anwälte kritisieren, dass der Konflikt mit Manager Danny Nozell während der Trauer öffentlich ausgetragen werde. Gegen Seaver liegt eine einstweilige Verfügung vor; für den 20. Oktober ist ein Gerichtstermin angesetzt.
