Hey! Benji hier. Heute geht es um ein Raumschiff, das so groß ist, dass selbst mein Regal vermutlich erst einen Termin mit dem Statiker machen müsste: den Supersternenzerstörer Executor aus dem Star-Wars-Universum. LEGO und Mould King schicken dafür zwei besonders umfangreiche Klemmbaustein-Modelle ins Rennen.
LEGO bringt sein neues UCS-Set am 4. Oktober auf den Markt. Der Executor besteht aus 6.130 Teilen und erreicht eine Länge von fast 1,40 Metern. Der Preis liegt bei knapp 750 Euro. Das ist kein kleiner Ausflug in den Spielzeugladen, sondern eher eine finanzielle Expedition in eine sehr, sehr entfernte Galaxis.
Mould King bietet eine Alternative mit 7.788 Klemmbausteinen an. Damit enthält das Modell rund 1.500 Teile mehr als die LEGO-Version. Gleichzeitig kostet es laut den vorliegenden Angaben ungefähr ein Drittel des LEGO-Preises. Beim rechnerischen Preis pro Baustein ergibt sich ein deutlicher Abstand: etwa 12,2 Cent bei LEGO stehen rund 3,1 Cent bei Mould King gegenüber. Mein Taschenrechner hat dabei nicht geweint, aber er sah nachdenklich aus.
Bei den Außenmaßen liegen die beiden Modelle eng beieinander. Beide Executor-Ausführungen sind ungefähr 135 Zentimeter lang, knapp 50 Zentimeter breit und etwa 20 Zentimeter hoch. Wer eines davon aufstellen möchte, sollte also vor dem Kauf prüfen, ob das Regal wirklich ein Regal ist – oder nur ein sehr optimistisches Brett.
Auch beim Baukonzept gibt es Gemeinsamkeiten. Die Anleitungen sind in einzelne Abschnitte gegliedert und sollen verständlich durch den Aufbau führen. Beide Sets richten sich allerdings an erfahrene Fans von Klemmbausteinen. Für den Einstieg ist ein Modell dieser Größe deshalb eher die große Abschlussprüfung als die erste Rechenaufgabe.
Ein auffälliger Unterschied liegt in der Gestaltung der Oberseite. Mould King setzt auf eine besonders dichte Greebling-Optik. Dabei sorgen zahlreiche kleine technische Elemente dafür, dass die Oberfläche komplexer und näher am filmischen Vorbild wirkt. Erste Reviews sehen den Vorteil an dieser Stelle bei Mould King, während der LEGO-Executor dort weniger detailliert ausfallen soll.
Ganz ohne Nachteile kommt die günstigere Variante jedoch nicht davon. Laut den vorliegenden Informationen ist ihre Konstruktion nicht ganz so stabil wie die des LEGO-Modells. Beim LEGO-Executor ist der Sockel fest mit dem Rumpf verbunden, was dem großen Schiff einen sicheren Stand geben soll. Bei einem Raumschiff von mehr als einem Meter Länge ist das keine Nebensache. Ein Modell, das beim Vorbeigehen dramatisch in den Hyperraum kippt, wäre zwar spektakulär, aber nicht unbedingt erfolgreich.
LEGO legt außerdem sieben Minifiguren bei: Darth Vader, Boba Fett, Dengar, Bossk, IG-88, 4-LOM und Zuckuss. Diese Zusammenstellung gab es laut den Angaben zuvor noch nicht gemeinsam in einem Set. Wer also nicht nur einen riesigen Sternenzerstörer, sondern auch eine besondere Kopfgeldjäger-Truppe sammeln möchte, findet beim LEGO-Angebot ein zusätzliches Argument.
Damit hängt die Entscheidung vor allem davon ab, was beim Kauf im Mittelpunkt steht. Mould King liefert mehr Bausteine, eine ähnlich große Erscheinung und eine stark ausgeprägte Detailstruktur zu einem wesentlich niedrigeren Preis. LEGO punktet dagegen mit dem integrierten Sockel und den sieben Minifiguren. Außerdem wird die Konstruktion als stabiler beschrieben.
Mein Benji-Fazit: Wer möglichst viel Executor fürs Geld sucht und beim Aufbau lieber in Bausteinen als in Euro denkt, dürfte Mould King spannend finden. Wer besonderen Wert auf die Minifiguren und einen stabileren Stand legt, muss bei LEGO tiefer in die Tasche greifen. Das war so geplant – nur dass diesmal nicht ich, sondern das Raumschiff überraschend groß geworden ist.
🎬 Film & Kino
Executor im XXL-Format: Mould King tritt gegen LEGO an
LEGO bringt am 4. Oktober einen gewaltigen Star-Wars-Supersternenzerstörer mit 6.130 Teilen heraus. Eine ähnlich große Executor-Version von Mould King bietet mehr Bausteine für deutlich weniger Geld – verlangt beim Aufbau aber eigene Kompromissbereitschaft.
