Gypsy Rose Blanchard hat ihre Follower um Unterstützung für eine Petition mit dem Namen „Kenan’s Law“ gebeten. Der Aufruf soll an ihren verstorbenen Verlobten Ken Urker erinnern und nach ihrer Darstellung auf den Umgang sozialer Netzwerke mit wiederholter Online-Belästigung aufmerksam machen.

In einem Instagram-Beitrag schrieb Blanchard, Urker sei vor seinem Tod einer großen Menge an Online-Beobachtung ausgesetzt gewesen. Was aus ihrer Sicht die Grenze zu gezielter Belästigung und Cybermobbing überschritten habe, sei auf mehreren Plattformen gemeldet worden. Häufig habe es dennoch lediglich die Rückmeldung gegeben, dass kein Verstoß festgestellt worden sei.

Blanchard erklärte, die geplante Initiative solle den Blick stärker auf wiederkehrende Muster richten. Ein einzelner Beitrag könne die Gesamtsituation möglicherweise nicht abbilden; viele Posts, Videos und Kommentare über dieselbe Person könnten hingegen ein Bild ergeben, das eingehender geprüft werden müsse. Sie betonte zugleich, dass die Petition weder Kritik an öffentlichen Personen noch die Meinungsfreiheit abschaffen solle. Auch Menschen im öffentlichen Leben dürften kritisiert werden, verlören dadurch aber nicht ihre Menschlichkeit.

Nach eigenen Worten möchte Blanchard ihren Schmerz in einen Zweck verwandeln. Sie könne nicht ändern, was geschehen sei, wolle sich aber für ein System einsetzen, bei dem sich die nächste betroffene Person eher gehört fühle. Ihre Bitte an die Follower lautete, die Petition zu unterzeichnen und weiterzuverbreiten. Bei einem Thema, in dem Trauer, öffentlicher Druck und ungeklärte Vorwürfe zusammentreffen, ist eine saubere Trennung zwischen bestätigten Angaben und Behauptungen besonders wichtig.

Page Six berichtete, dass Urker am 1. Oktober an seinem 34. Geburtstag in einem Haus im US-Bundesstaat Louisiana nicht ansprechbar gefunden worden sei. Dem Bericht zufolge entdeckte ihn ein Familienmitglied, nachdem er auf eine Geburtstagsnachricht von Blanchard nicht reagiert hatte. Diese Darstellung wird allerdings von Urkers Schwester bestritten.

Blanchard sagte gegenüber TMZ, ihr „Seelenverwandter für immer“ sei an einer Überdosis gestorben. Page Six berichtete außerdem exklusiv, Urker sei zum Zeitpunkt seines Todes mit Drogen, Drogenutensilien und einer Schusswaffe gefunden worden. Die vorliegenden Angaben belegen damit Berichte und öffentliche Aussagen zu den Umständen; eine abschließende behördliche Feststellung wird in dem Material nicht genannt.

Urkers Schwester Autumn erklärte laut Daily Mail, sie und ihre Familie seien über Blanchards öffentliche Äußerungen empört. Sie sagte dem Bericht zufolge außerdem, Blanchard habe weder ihre Mutter noch andere Familienmitglieder angerufen. In einem Gespräch mit der US Sun warf Autumn Blanchard vor, bei den Umständen des Todes zu lügen. Besonders bestritt sie die Darstellung, Urker sei erst nach dem Ausbleiben einer Antwort auf Blanchards Geburtstagsnachricht gefunden worden. Diese Vorwürfe stammen von Autumn und sind entsprechend als ihre Aussagen einzuordnen.

Blanchard und Urker führten eine wechselhafte Beziehung. Urker machte ihr 2018 einen Heiratsantrag, während Blanchard eine achtjährige Haftstrafe wegen des Mordes an ihrer Mutter Clauddine „Dee Dee“ Blanchard verbüßte. Das Paar trennte sich zwischenzeitlich. Im Juli 2022 heiratete Blanchard während ihrer Haft den Brieffreund Ryan Scott Anderson, einen Lehrer aus Louisiana.

Drei Monate nach ihrer Entlassung im Jahr 2024 reichte Blanchard die Scheidung von Anderson ein und nahm die Beziehung zu Urker wieder auf. Blanchard und Urker haben eine gemeinsame Tochter namens Aurora, die im Dezember 2024 geboren wurde. Sie ist ein Jahr alt. Rhonda meint: Gerade weil so vieles öffentlich verhandelt wird, sollten Tatsachen, Vorwürfe und offene Fragen nicht in einen einzigen Topf geworfen werden.