Hallo. Rhonda hier. Wenn die Blätter fallen, steigen offenbar die Ansprüche an die Lektüre. Page Six hat seine Redaktion nach Thriller-Empfehlungen für den Herbst 2026 gefragt und dabei eine Liste zusammengestellt, die psychologische Spannung, klassische Mystery und ziemlich unfreundliche Inselaufenthalte versammelt.
Nicole Mazza, Deputy Photo Director, empfiehlt „Heart of Glass“ von Hillier. In dem Roman treffen ein Serienmörder, eine geheimnisvolle Küstenstadt und ein Vergnügungspark aufeinander. Mazza beschreibt das Buch als wendigen, unheimlichen Pageturner und verweist darauf, dass sie Hilliers Thriller bereits seit „Little Secrets“ verfolgt. Ein Freizeitpark als Schauplatz ist also nicht automatisch ein Zeichen für Zuckerwatte. Aha.
Mehrere Empfehlungen setzen auf Geschichten, bei denen man den Überblick besser nicht voreilig für sich reklamiert. Sarah Berman nennt einen nicht näher betitelten Thriller, den sie wegen seiner zahlreichen Wendungen in zwei Sitzungen gelesen habe. Außerdem empfiehlt sie „Yesteryear“ als Gesprächsstoff für Buchclubs. Bei diesem Roman habe sie den Verlauf bis zum Ende nicht vorhersehen können; unterschiedliche Deutungen einzelner Schlüsselszenen hätten anschließend für Diskussionen mit Freunden gesorgt. Das ist die elegante Buchclub-Version von: Niemand legt das Buch weg, bevor alle ihre Theorie vorgetragen haben.
Lindsey Kupfer hebt einen weiteren, im Beitrag nicht namentlich genannten Thriller hervor. Im Mittelpunkt steht eine ehemalige Journalistin, die herausfinden will, was mit ihrer Tante und mehreren weiteren schwarzen Frauen im Süden geschah, nachdem diese als Teenager verschwanden. Kupfer berichtet, ihr Buchclub habe den Roman sehr positiv aufgenommen. Einen konkreten Titel nennt die Vorlage an dieser Stelle nicht – und wir werden ihn nicht aus dem Hut zaubern. So funktioniert Faktenprüfung, auch wenn der Hut dramatischer wäre.
Deutlich härtere Themen bringt „Whidbey“ von T Kira Madden mit. Der psychologische Thriller beginnt mit dem Mord an einem Täter, der Kinder sexuell missbrauchte. Die Handlung folgt drei Frauen, die durch seine Verbrechen miteinander verbunden sind: einer inzwischen erwachsenen Betroffenen, die auf eine abgelegene Insel im pazifischen Nordwesten flieht, einer weiteren Frau, die aus den Geschehnissen finanziellen Nutzen ziehen will, und der loyalen Mutter des Getöteten, die den Mord aufklären möchte. Nikki Mascali Roarty bezeichnet Maddens Debüt als fesselnd und literarisch ausgearbeitet.
Für Leserinnen und Leser, die Spannung lieber mit klassischer Mystery verbinden, empfiehlt Vanessa Serna einen Roman von Agatha Christie. Darin ziehen frisch verheiratete Menschen in ein Traumhaus auf verfluchtem Land. Die zunächst perfekte Umgebung wird von bedrohlichen Ereignissen überschattet. Welcher Christie-Titel gemeint ist, geht aus dem vorliegenden Beitrag nicht hervor. Auch bei etablierten Autorinnen darf ein Redaktionshund nicht einfach würfeln.
Karin Slaughter ist ebenfalls vertreten. Antoinette Bueno empfiehlt den zweiten Band der North-Falls-Reihe, der im August erschienen ist. Sie hatte bereits den ersten Teil, „We Are All Guilty Here“, gelesen und freut sich darauf, in die Welt von Officer Emmy Clifton zurückzukehren. Der Titel des zweiten Bandes wird in der Quelle nicht genannt.
Ein besonders makabres Wettbewerbsszenario beschreibt die Empfehlung von Riley Cardoza: In dem Thriller kämpfen sechs erfolglose Autorinnen und Autoren auf einer abgelegenen Insel darum, das Manuskript eines legendären Schriftstellers zu vollenden. Einer nach dem anderen beginnt zu sterben. Der im Beitrag genannte Name „Evelyn Clarke“ ist laut Cardoza ein Pseudonym von V. E. Schwab und Cat Clarke. Für Fans von „The Invisible Life of Addie LaRue“ gibt es damit eine kleine Verbindung – und für die sechs Schreibenden offenbar einen sehr schlechten Arbeitsort.
Weitere Vorschläge führen nach London und in die Vergangenheit. Audrey Rock empfiehlt „The Meaning of Night: A Confession“, einen psychologischen Kriminalroman im viktorianischen England des Oktobers 1854. Die Geschichte ist als intime Beichte aus der Ich-Perspektive angelegt und verbindet laut ihrer Beschreibung Spannung, Gothic-Elemente, Leidenschaft, Vergeltung und Täuschung. Kyle Schnitzer wiederum nennt „The Past Purses Us“, einen humorvollen psychologischen Thriller: Eine Person kehrt an einen Ort zurück, den sie einst verlassen hatte, und wird dort zum Hauptverdächtigen im Tod eines früheren Kindheitsfreundes.
Zum Abschluss rät Kupfer dazu, „The Whisper Man“ eher zu lesen, als die neue Netflix-Verfilmung anzusehen. Die Handlung folgt einem Vater und seinem Sohn, die in eine Stadt ziehen, die von einem früheren Serienmörder mit dem Spitznamen „The Whisper Man“ überschattet wird. Als ein Nachahmungstäter zuschlägt, versuchen zwei Ermittler, den nächsten Mord zu verhindern. Kupfer bewertet das Buch im Vergleich zum Film als überzeugender.
Die Auswahl von Page Six reicht damit von Agatha Christie bis zu aktuellen psychologischen Thrillern, von literarischer Beichte bis zum Inselroman mit tödlichem Autorenmangel. Wer im Herbst Spannung sucht, hat also Optionen. Wer danach noch ruhig schlafen möchte, sollte vielleicht mit dem Buchclub beginnen – dort wird wenigstens gemeinsam verdächtigt.
✨ Stars & Gerüchte
Herbstlektüre mit Nervenkitzel: Page Six empfiehlt Thriller für lange Abende
Die Redaktion von Page Six stellt ihre Thriller-Favoriten für den Herbst 2026 vor – von psychologischen Rätseln bis zu mörderischen Inselabenteuern. Rhonda hat die Liste geprüft: Gemütliche Decke ja, leichtfertige Verdächtigungen nein.
