Hallo. Rhonda hier. Kevin Sorbo hat offenbar eine sehr klare Umzugsbilanz erstellt – und Kalifornien kommt darin nicht besonders gut weg.
Der „Hercules“-Darsteller lebt seit beinahe sieben Jahren in Florida. In einem Interview mit Fox News Digital, über das Page Six berichtet, sagte Sorbo, eine Rückkehr in den Golden State interessiere ihn nicht. Seine Kurzfassung: Kalifornien dürfe seine „Steuern, seinen Verkehr und seine Negativität“ behalten. „I’m done“, erklärte er demnach.
Ganz ohne Wehmut ist der Abschied allerdings nicht. Sorbo sagte, er vermisse Westlake Village, Thousand Oaks, seinen früheren Golfplatz, sein altes Haus und das milde kalifornische Wetter. Florida biete dafür heiße Monate mit hoher Luftfeuchtigkeit, während die Winter aus seiner Sicht besonders angenehm seien. Der entscheidende Unterschied liege für ihn jedoch in einem Gefühl, das er in Kalifornien zunehmend vermisst habe: Akzeptanz.
Auch beruflich beschreibt Sorbo Florida als wichtigen neuen Ausgangspunkt. Nach seinen Angaben hat die unabhängige Filmszene ihn offen aufgenommen. Über seine Produktionsfirma Sorbo Studios hätten sich Filmschaffende und Kreative aus verschiedenen Teilen der Vereinigten Staaten bei ihm gemeldet. Die Kontakte, die daraus entstanden seien, bezeichnete er als außergewöhnlich. Das klingt nach Netzwerkpflege mit weniger Stau – ein Konzept, das zumindest auf dem Papier beneidenswert vernünftig wirkt.
Sorbo äußerte sich außerdem kritisch über die Unterhaltungsbranche. Der Schauspieler, der öffentlich über seinen Glauben und seine politischen Ansichten spricht, vertritt die Auffassung, Menschen würden in Hollywood wegen konservativer oder christlicher Positionen ausgegrenzt. Gegenüber Fox News Digital verglich er dieses Verhalten mit dem Mobbing von „mean girls“ aus der siebten Klasse. Diese Einschätzung ist Sorbos eigene Darstellung; Page Six führt sie als Teil seiner Äußerungen im Interview an.
Er sagte zudem, er habe sich in der Vergangenheit selbst als jemand beschrieben, der wegen seiner Ansichten „gecancelt“ worden sei. Zum Schweigen habe ihn diese Erfahrung nach eigener Aussage nicht gebracht. Stattdessen fordere er andere Konservative in Hollywood auf, sich nicht zu verstecken. Sorbo betonte dabei, dass er weiterhin arbeite. Aha: Seine Antwort auf Gegenwind ist nicht Rückzug, sondern noch eine Kamera und vermutlich ein Mikrofon in Reichweite.
Anlass des Gesprächs war unter anderem Sorbos neuer Film „Elijah Peel“, ein glaubensbezogenes Drama, das in den Kinos gestartet ist. Die Geschichte ist von einer wahren Begebenheit inspiriert und folgt einem Rockmusiker, dessen rasanter Aufstieg und eine Suchtproblematik nach einem beinahe tödlichen Herzinfarkt aus dem Gleichgewicht geraten. Der Glaube eines jungen Mädchens bringt ihn schließlich dazu, sein bisheriges Leben zu hinterfragen. Sorbo spielt den langjährigen Talentmanager des Musikers.
Als ausführende Produzenten sind Willie und Korie Robertson aus „Duck Dynasty“ beteiligt. Sorbo sieht in Produktionen wie „Elijah Peel“ ein Zeichen dafür, dass Filme mit religiösen Themen nicht auf die Zustimmung Hollywoods angewiesen seien. Er sagte, in den Vereinigten Staaten gebe es 80 Millionen Haushalte, die solche Filme sehen wollten, und dieser Markt werde weiter wachsen. Die Zahl stammt aus Sorbos Einschätzung im Interview, nicht aus einer unabhängig bestätigten Marktanalyse innerhalb des vorliegenden Berichts.
Neben Film und Politik sprach Sorbo auch über seine Familie. Seine Ehe mit Sam besteht nach seinen Angaben seit beinahe drei Jahrzehnten. Als Fox News Digital nach dem Fundament der Beziehung fragte, antwortete er scherzhaft, er sage seiner Frau einfach immer Ja und stimme allem zu. Danach stellte er klar, dass es natürlich Meinungsverschiedenheiten gebe, beide diese aber gemeinsam überwunden hätten. Ein Rezept mit Humor, Kompromissen und gelegentlichem strategischem Nicken – zumindest klingt es so, als kenne Sorbo die Theorie.
Die drei Kinder des Paares sind laut Sorbo 24, 22 und 20 Jahre alt. Familie habe für ihn weiterhin höchste Priorität. Die Sorbos setzen sich außerdem öffentlich für Homeschooling ein. Seine Frau reist nach seinen Angaben durch das Land, um aus ihrer Sicht über die Vorteile einer Bildung außerhalb des klassischen öffentlichen Schulsystems zu sprechen.
Sorbo verbindet seinen Blick auf Florida damit nicht nur mit einem politischen oder beruflichen Neustart, sondern auch mit seinem privaten Leben. Kalifornien vermisst er in einzelnen Punkten durchaus. Für eine Rückkehr reicht das offenbar nicht. Manche Trennungen brauchen keine große Abschiedsszene – manchmal genügen drei Gründe, ein neues Zuhause und eine bemerkenswert feste Meinung.
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Kevin Sorbo zieht Florida Kalifornien vor: „Steuern, Verkehr und Negativität“
Fast sieben Jahre nach seinem Umzug nach Florida erklärt Kevin Sorbo, warum er nicht nach Kalifornien zurückkehren möchte. Gleichzeitig spricht der „Hercules“-Star über unabhängige Filmproduktionen, seine politischen Ansichten und das Familienleben.
