Hey! Benji hier. Acht Jahre können im Kino eine Ewigkeit sein – ungefähr die Zeit, in der ich angeblich einen perfekten Stunt plane und Coco bereits dreimal den Notausgang beschriftet hat. Für Fans von Lee Chang-dong gibt es nun aber endlich Bewegung: Zu „Possible Love“ ist der erste Trailer erschienen.
Der südkoreanische Regisseur hatte zuletzt mit „Burning“ für Aufsehen gesorgt. Die FILMSTARTS-Kritik bewertete das Mystery-Drama mit fünf Sternen und hob unter anderem die zurückhaltende Erzählweise, die psychologische Spannung sowie die Themen Neid, soziale Unterschiede und Rache hervor. „Possible Love“ ist nun der erste neue Film Chang-dongs seit diesem Werk.
Netflix hat sich die weltweiten Rechte an der Produktion gesichert. Die Weltpremiere ist für den 6. September angekündigt. Bereits am 6. November 2026 soll der Film bei Netflix verfügbar sein – damit bleibt zwischen Festivalauftritt und Streamingstart deutlich weniger Zeit als bei vielen anderen Festivalfilmen. Das ist ausnahmsweise ein Veröffentlichungsplan, bei dem man nicht erst einen Kalender, eine Lupe und die Geduld eines Zen-Meisters braucht.
Zusätzlich nennt ein US-Poster den 23. Oktober als Termin für Vorführungen in ausgewählten Kinos. Ob „Possible Love“ an diesem Tag auch in Deutschland auf der großen Leinwand läuft, ist bislang nicht bekannt. Ebenso offen bleibt, ob der Film hierzulande neben Netflix regulär im Kino zu sehen sein wird oder ausschließlich beim Streamingdienst erscheint.
Inhaltlich richtet Chang-dong den Blick auf zwei Paare. Ein Mann hat gerade seine Arbeit verloren und versucht gemeinsam mit seiner Frau, mit den veränderten Lebensumständen zurechtzukommen. Die zweite Beziehung besteht aus einer Dokumentarregisseurin und ihrem Partner. Beide wollen einen Film über die Schwierigkeiten des anderen Paares drehen.
Aus diesem dokumentarischen Vorhaben entwickelt sich eine Geschichte über Nähe, Beobachtung und persönliche Grenzen. Während das Leben des ersten Paares festgehalten wird, treten auch Wünsche, Enttäuschungen und nicht ausgesprochene Sehnsüchte der Beteiligten hervor. Die Begegnungen zwischen den vier Menschen stellen ihre Beziehungen infrage und bringen Entscheidungen ins Spiel, die ihr weiteres Leben verändern können. Mehr verrät der bisherige Informationsstand nicht – und bei einem 164 Minuten langen Film darf ein Trailer ruhig noch ein paar Türen geschlossen halten.
Der neue Film schlägt offenbar einen anderen Ton an als „Burning“, bleibt aber klar im Umfeld persönlicher Konflikte und komplizierter Beziehungen. Lee Chang-dong ist außerdem für „Poetry“ bekannt. Ob „Possible Love“ die hohen Erwartungen der „Burning“-Fans erfüllt, wird sich spätestens bei der Weltpremiere zeigen.
Die ausführliche FILMSTARTS-Kritik soll am 6. September erscheinen. Für Deutschland steht anschließend der 6. November als Netflix-Termin im Raum. Wer „Burning“ noch nicht kennt, hat bis dahin also eine sehr konkrete Hausaufgabe. Ich würde ja behaupten, ich hätte sie längst erledigt – und niemand kann beweisen, dass ich währenddessen nicht nur den Trailer angesehen habe.
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Lee Chang-dongs „Possible Love“: Erster Trailer kündigt Netflix-Film an
Acht Jahre nach „Burning“ meldet sich Regisseur Lee Chang-dong mit einem neuen Spielfilm zurück. „Possible Love“ feiert am 6. September seine Weltpremiere und soll noch im selben Jahr bei Netflix starten.
