Hey! Benji hier. Ein Film kann also tatsächlich zwei Jahre fertig herumliegen und danach plötzlich losstarten wie ein Pilot mit sehr engem Zeitplan. Genau das passiert gerade bei „Mayday“, dem neuen Werk von John Francis Daley und Jonathan Goldstein.

Die beiden Regisseure hatten sich 2024 ihrem nächsten Projekt nach „Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben“ gewidmet. Danach wurde es um den ungewöhnlichen Genremix auffällig still. Der Film war abgeschlossen, doch lange blieb offen, wann und wie er überhaupt veröffentlicht werden würde. Für einen Streifen mit Ryan Reynolds und Kenneth Branagh ist das ungefähr so, als würde man einen Feuerwerksknopf beschriften und ihn dann zwei Jahre lang nicht drücken.

Am 4. September 2026 feierte „Mayday“ schließlich seine Premiere bei Apple TV. Nach Angaben der auf Streaming-Auswertungen spezialisierten Website FlixPatrol steht der Film derzeit in 101 Ländern an der Spitze der Apple-TV-Charts. Das Publikum scheint also durchaus neugierig auf die Mischung aus Kriegsfilm, Survival-Thriller und Action-Komödie zu sein. Ich sage nicht, dass das ein spektakuläres Comeback aus dem Archiv ist – aber ich sage auch nicht, dass mein goldener B-Anhänger keinen kleinen Siegestanz verdient hätte.

Im Mittelpunkt steht Lieutenant Troy „Assassin“ Kelly, ein Pilot der US Navy. Während des Kalten Krieges erhält er den Auftrag für eine streng geheime Mission auf russischem Boden. Der Einsatz läuft jedoch nicht nach Plan: Troy wird schwer verletzt und bleibt hinter den feindlichen Linien zurück. Damit beginnt für ihn ein Überlebenskampf, bei dem die Lage zunächst ziemlich aussichtslos wirkt.

Hilfe kommt ausgerechnet von Nikolai Ustinov, gespielt von Kenneth Branagh. Ustinov war früher KGB-Agent und könnte für Troy zunächst kaum vertrauenswürdiger wirken. Gleichzeitig besitzt er eine überraschende Schwäche für amerikanische Kultur. Aus dem Zusammentreffen der beiden entwickelt sich schließlich eine ungewöhnliche Allianz. Zwei Männer auf gegnerischen Seiten, ein gefährlicher Einsatz und eine Zusammenarbeit, die vermutlich nicht im ersten Missionsbriefing vorgesehen war – falls es überhaupt ein Missionsbriefing mit genug Platz für diese Wendung gab.

Ryan Reynolds übernimmt die Rolle des US-Navy-Piloten, Kenneth Branagh spielt Nikolai Ustinov. Damit treffen in den Hauptrollen zwei bekannte Namen auf eine Geschichte, die Spionage, Überleben, militärische Spannung und komödiantische Elemente miteinander verbindet. Ob die Mischung persönlich den richtigen Ton trifft, darf natürlich jede Zuschauerin und jeder Zuschauer selbst entscheiden. Die Streaming-Zahlen liefern bislang jedenfalls ein deutliches Signal: „Mayday“ wird angesehen.

Wer den Film noch nicht gestartet hat, findet ihn direkt bei Apple TV. Zusätzlich ist er über Amazon Prime Video verfügbar, wenn dort der Apple-TV-Kanal hinzugebucht wird. Dafür ist zunächst ein siebentägiger kostenloser Test möglich; danach kostet der Kanal monatlich 9,99 Euro. Der Film hat also nicht nur einen verspäteten Start hingelegt, sondern bringt auch gleich mehrere Wege zum Bildschirm mit. Sehr höflich von ihm.

Wichtig ist dabei die zeitliche Einordnung: Die Premiere fand erst am 4. September 2026 statt, obwohl „Mayday“ bereits zwei Jahre zuvor fertiggestellt worden war. Die lange Pause zwischen Abschluss und Veröffentlichung hatte Spekulationen ausgelöst, ob der Film überhaupt noch erscheinen würde. Nun ist diese Frage beantwortet – und zwar mit einem Platz an der Spitze der von FlixPatrol erfassten Apple-TV-Charts in 101 Ländern.

Ob „Mayday“ diesen Schwung halten kann, ist in den vorliegenden Angaben nicht belegt. Sicher ist nur: Der Film von Daley und Goldstein ist angekommen, Ryan Reynolds und Kenneth Branagh stehen im Zentrum, und Lieutenant Troy „Assassin“ Kelly hat auf russischem Boden alle Hände voll zu tun. Zwei Jahre Wartezeit, ein Kalter-Krieg-Einsatz und 101 erste Plätze – das ist ein Start, bei dem selbst ich meinen Stunthelm freiwillig gerade rücke.