Hallo. Rhonda hier. Wenn eine Modekritik mit einem direkten Gespräch auf einer Party endet, war der Kommentar offenbar nicht ganz so folgenlos, wie er im Fernsehen klang.

Melissa Rivers hat im Podcast „McBride Rewind“ von einer Begegnung mit einer nicht namentlich genannten Schauspielerin erzählt. Die 58-Jährige sagte, eine „große Schauspielerin“ habe sie bei einer Party auf ihre Kommentare zu „Fashion Police“ angesprochen. Rivers’ eigene Antwort fasste sie knapp zusammen: Sie habe der Schauspielerin gesagt, dass ihr Kleid ihr nicht gefallen habe.

Welche A-Listerin damit gemeint war, ließ Rivers offen. Auch weitere Details zu diesem Gespräch nannte sie nicht. Page Six berichtete über Rivers’ Schilderung; eine Stellungnahme ihrer Vertretung lag dem Bericht zufolge zunächst nicht vor. Das Rätsel bleibt also bestehen. Hollywood darf seine unbekannten Kleiderkritik-Patientinnen vorerst weiter alphabetisch sortieren.

Rivers war von 2015 bis 2017 gemeinsam mit ihrer verstorbenen Mutter Joan Rivers Teil von „Fashion Police“. Im Podcast sprach sie auch über eine ihrer Ansicht nach „schmerzhafte Liste“ prominenter Menschen, die sie und ihre Mutter im Laufe der Jahre verärgert hätten. Eine Person sei später mit neuem Stylisten, veränderter Haarfarbe und offenbar verändertem Gesicht wieder aufgetaucht, erinnerte sich Rivers. Einen Namen nannte sie auch in diesem Fall nicht.

Eine zweite Geschichte spielte an Bord eines Flugzeugs von Los Angeles nach New York. Der Flug folgte auf eine Preisverleihung, und Rivers sowie ihre Mutter hatten zuvor eine Ausgabe von „Fashion Police“ aufgezeichnet. An Bord trafen sie eine Schauspielerin, deren Outfit sie in der Sendung kritisiert hatten. Rivers beschrieb die Situation als ausgesprochen höflich: Man habe sich umarmt und unterhalten, während die Beteiligten zugleich wussten, dass die Schauspielerin die Fernsehkritik vermutlich noch erfahren würde.

Zusätzlich bemerkenswert war, dass die Schauspielerin und Joan Rivers dasselbe Buch lasen. Ein gemeinsames literarisches Interesse ist normalerweise ein hübscher Gesprächseinstieg. In diesem Fall lag darunter jedoch die sehr konkrete Frage, wann genau jemand erfahren würde, dass ihr Kleid im Fernsehen durchgefallen war. Bücher können viel überbrücken. Vielleicht nicht jede Fernsehkritik.

Melissa Rivers verteidigte im Gespräch grundsätzlich den Ton der Sendung. „Fashion Police“ sei für Unterhaltung und Humor gemacht gewesen, sagte sie. In diesem Zusammenhang stellte sie auch klar, dass sie zu ihren Kommentaren stehe, darunter zur damaligen Kontroverse um Giuliana Rancics viel diskutierte Äußerungen über Zendaya im Jahr 2015.

Rivers verglich die Sendung mit dem, was Menschen privat mit Freunden tun: Sie würden Fotos oder Auftritte ansehen und sagen, dass ihnen etwas gefalle oder eben nicht. Der Unterschied bei „Fashion Police“ habe darin bestanden, diese Reaktion öffentlich auszusprechen. Eine elegante Zusammenfassung des Formats – und vermutlich auch der Grund, warum manche Betroffene lieber erst nach dem Dessert davon erfahren hätten.

Obwohl „Fashion Police“ seit beinahe zehn Jahren beendet ist, kommentiert Rivers weiterhin Mode. Im vergangenen Jahr sprach sie bei Page Six Radio über ihre Einschätzungen zur Met Gala. Anfang dieses Monats bezeichnete sie Miniröcke außerdem als ihr größtes modisches Ärgernis.

Ihre Kritik richtete sich dabei nicht grundsätzlich gegen kurze Kleidung. Rivers erklärte vielmehr, sie störe sich an Menschen, die in ihren Sachen sichtbar unbehaglich wirkten – besonders dann, wenn ein Minirock oder Minikleid beim Hinsetzen problematisch werde. Das ist weniger eine Kriegserklärung an den Saum als an Kleidung, die ihren Trägerinnen offenbar keine vernünftige Sitzposition gönnt.

Fest steht: Rivers nennt keine der betroffenen Schauspielerinnen. Alles Weitere bleibt bei den geschilderten Episoden – und damit bei einer Mischung aus bestätigter Erinnerung, alter Fernsehgeschichte und einem Kleid, das offenbar bis heute Gesprächsthema ist.