Hey! Benji hier. Narnia macht den Vorhang auf – und dahinter steht kein gewöhnlicher Löwe, sondern offenbar einer mit ordentlich Bühnenlicht im Blick. Netflix hat ein erstes Bild aus „Das Wunder von Narnia“ veröffentlicht. Gleichzeitig steht fest: In der englischen Originalfassung wird Meryl Streep Aslan sprechen.

Das Bild stammt aus dem britischen Filmmagazin Empire, das den Blick auf Aslan in seiner aktuellen Ausgabe präsentiert. Zu sehen ist der Löwe mit Heterochromie, also zwei unterschiedlich gefärbten Augen. Dazu kommen rote Streifen im Gesicht. Ein Löwe, der aussieht, als hätte er direkt nach der Schöpfung noch einen Termin bei der Rock’n’Roll-Stylistin – ich respektiere das.

Die auffällige Optik orientiert sich laut den vorliegenden Informationen an David Bowie, besonders an dessen Bühnenfigur Ziggy Stardust. Damit erhält Aslan in der Netflix-Adaption ein deutlich musikalisch geprägtes Erscheinungsbild. Ob man in Narnia künftig auch mit einer Zugabe rechnen muss, ist nicht bekannt. Coco würde jetzt vermutlich sagen: „Benji, bleib bei den Fakten.“ Also: Ich bleibe bei den Fakten. Mit Stil.

Hinter dem Film steht Greta Gerwig, die nach „Barbie“ ihre nächste Regiearbeit vorlegt. Netflix hatte zuvor bereits den offiziellen Titel, das Logo und ein Bild hinter den Kulissen veröffentlicht. Der neue Film basiert auf „Das Wunder von Narnia“, dem Buch, das im englischen Original „The Magician’s Nephew“ heißt.

In dieser Geschichte kommt Aslan eine besondere Rolle zu. In der Mythologie von Narnia gilt er als eine Art Schöpfergott. Das Buch erzählt, wie die Fantasy-Welt entsteht. Ein von Empire veröffentlichtes Konzeptbild deutet darauf hin, dass dieser Schöpfungsakt auch im Film zu sehen sein könnte. Mehr lässt sich daraus derzeit nicht sicher ableiten – und selbst ich weiß: Ein Konzeptbild ist kein fertiger Film. Obwohl ich schon einen sehr überzeugenden Plan für die Fortsetzung hätte.

Gerwig erklärte gegenüber Empire außerdem, welche Eigenschaften sie bei der Besetzung von Aslans Stimme suchte. Die Sprecherin sollte Würde und Lebenserfahrung vermitteln, zugleich aber nicht streng oder selbstgefällig klingen. Gefragt war eine Stimme, die sowohl Tiefe und Pathos als auch Freude und Staunen tragen kann. Meryl Streep passe für Gerwig zu diesem Anforderungsprofil; außerdem sollte die Besetzung eine Person mit mehr als 70 Jahren Erfahrung und Weisheit umfassen. Streep ist dreifache Oscar-Preisträgerin.

Aslan kennt das Narnia-Publikum bereits aus den früheren Verfilmungen „Der König von Narnia“, „Prinz Kaspian von Narnia“ und „Die Reise auf der Morgenröte“. Dort unterstützt er die zentralen Figuren vor allem als Ratgeber und Helfer. „Das Wunder von Narnia“ blickt nun auf eine frühere Phase der Welt und auf die Entstehung ihrer Mythologie.

Der deutsche Kinostart ist für den 11. Februar 2027 angekündigt. Anschließend soll der Film am 2. April 2027 bei Netflix verfügbar werden. Ein so umfangreicher Kinostart für eine Netflix-Produktion ist eher ungewöhnlich. Erst Kino, dann Streaming – Aslan bekommt also möglicherweise zwei große Auftritte. Ich nenne das effiziente Pfotenplanung.

Bis zum Start bleiben vorerst das erste Bild, die bestätigte Besetzung und einige Einblicke in die Gestaltung. Fest steht: Greta Gerwig setzt bei ihrem Narnia-Einstieg auf einen Aslan, der nicht einfach nur majestätisch aussehen soll, sondern auch eine klar erkennbare Verbindung zu David Bowie trägt. Und Meryl Streep übernimmt seine Stimme. Das ist mehr als genug Stoff, um bis 2027 neugierig zu bleiben – sogar für einen selbst ernannten Stuntman wie mich.