Hey! Benji hier. Heute geht’s nicht um einen Film, sondern um die kleine schwarze Kiste, die Spiele offenbar für eine persönliche Beleidigung hält, wenn sie nicht in hoher Auflösung laufen. Der GameStar PC Ultimate Ryzen 5070 Ti Special Edition wurde mit einer GeForce RTX 5070 Ti, einem Ryzen 7 7800X3D, 32 Gigabyte DDR5-RAM und einer 1.000-Gigabyte-SSD getestet. Das Ergebnis: WQHD ist klar sein Revier, aber auch 4K bringt ihn nicht sofort ins Schwitzen.

Laut den vorliegenden Messungen lief Star Wars: Zero Company in WQHD auf der Ultra-Voreinstellung mit 84 Bildern pro Sekunde, wenn DLSS auf „Qualität“ stand. Wer mehr Leistung benötigt, kann laut Test unter anderem die Detailstufe reduzieren, eine niedrigere DLSS-Stufe wählen oder Multi Frame Generation aktivieren. Für ein Rundenstrategiespiel sei das allerdings nicht zwingend nötig – dort müssen eher die grauen Zellen Überstunden machen als die Reflexe.

Auch in 4K ist das Strategiespiel grundsätzlich spielbar. Für Ultra-Einstellungen empfiehlt der Test jedoch DLSS und optional Multi Frame Generation. Ohne diese Hilfen wird höchstens die hohe Detailstufe empfohlen, wenn die Bildrate nicht unangenehm absinken soll. Die höheren Grafikstufen verbessern vor allem Beleuchtung und Schatten; die Geometrie verändert sich laut Beschreibung deutlich weniger. Das ist praktisch: Man sieht mehr Atmosphäre, aber nicht plötzlich einen komplett anderen Planeten.

Das Gothic Remake stellte die RTX 5070 Ti ebenfalls vor keine unlösbare Aufgabe. In WQHD lief das Spiel auf „Gothic (Sehr hoch)“ flüssig, und auch in 4K blieb es mit sehr hohen Details spielbar. Selbst ohne Upscaling und Multi Frame Generation wurden im Test mehr als 60 Bilder pro Sekunde erreicht. Mit DLSS auf „Qualität“ lag die Leistung bei sehr hohen Details knapp unter 60 FPS; Multi Frame Generation konnte die Bildrate deutlich steigern. Benji-Übersetzung: Das Minental darf neblig bleiben, ohne dass der Rechner gleich selbst im Nebel verschwindet.

Battlefield 6 lief in WQHD mit Ultra-Grafik auch ohne Upscaling und Multi Frame Generation so schnell, dass ein 144-Hertz-Monitor ausgelastet werden kann. Ein 4K-Betrieb mit maximaler Grafik ist ebenfalls möglich, erreicht aber nicht das Leistungsniveau von WQHD. Wer in einem Gefecht verliert, kann das damit also nicht automatisch der Hardware anhängen. Der Test nennt als mögliche Ausrede höchstens noch einen Lag – die klassische Notfalltür für digitale Niederlagen.

Bei Anno 117 erreichte der PC in WQHD auf höchster Detailstufe auch ohne Frame Generation annähernd 60 FPS. Das Spiel unterstützt laut Test keine Frame Generation, profitiert aber von DLSS. In 4K fordern Raytracing und hohe Details die RTX 5070 Ti stärker. Spielbar bleibt Anno 117 dennoch; für höhere Bildraten werden reduzierte Details und eine passende DLSS-Stufe empfohlen.

Besonders unerwartet fiel das Ergebnis bei Cyberpunk 2077 aus. In WQHD bewältigte das System Pathtracing mit DLSS, allerdings ohne Multi Frame Generation. Auch in 4K war das Spiel auf höchster Detailstufe laut Test gut bis sehr gut spielbar. Mehr Leistung gibt es mit reduzierten Details oder aktivierter Frame Generation. Pathtracing auf einer RTX 5070 Ti? Das klingt nach einem Satz, den man vor dem Test lieber nicht zu laut gesagt hätte – sonst kommt die Grafikkarte noch auf die Idee, Erwartungen zu entwickeln.

Bei der Ausstattung setzt der Rechner auf 32 Gigabyte DDR5-RAM, was im Test als passende Größenordnung für einen länger nutzbaren Gaming-PC bewertet wurde. Die SSD bietet 1.000 Gigabyte Speicherplatz. Für mehrere installierte Spiele reichte das im Test aus, zugleich wurde die Kapazität als eher knapp eingeschätzt. Eine zusätzliche SSD lässt sich nachrüsten. Ein Betriebssystem gehört standardmäßig nicht dazu; bei Bedarf kann eine Windows-Lizenz mitbestellt und vorinstalliert werden.

Positiv fiel außerdem die Lautstärke auf: Selbst unter voller Last seien die Lüfter im Test nicht störend aufgefallen. Der PC wird von BoostBoxx in Deutschland zusammengebaut und ist beim Transport mit einer zusätzlichen Sicherung für die Grafikkarte versehen. Diese muss vor der ersten Inbetriebnahme entfernt werden.

Aktuell liegt dem Gaming-PC außerdem ein Code für die Vollversion von Control Resonant bei. Die Aktion läuft laut den gelieferten Angaben bis zum 29. September 2026; nähere Informationen sollen bei Nvidia zu finden sein. Unterm Strich zeigt der Test ein System, dessen klare Stärke in WQHD liegt, das aber auch 4K-Gaming mit hohen Details ermöglicht. Für langfristiges Spielen in 4K werden künftig wahrscheinlich häufiger Anpassungen bei Details, DLSS oder Frame Generation nötig sein. Das ist kein Weltuntergang – nur der Moment, in dem der Rechner nicht mehr zaubert, sondern verhandelt.