Sean „Diddy“ Combs ist nach einer Behandlung wegen einer Kopfverletzung wieder im Fort-Dix-Gefängnis in New Jersey. Nach Angaben von Loren LoRosa, die am Donnerstag in der Sendung „Breakfast Club“ über ein Gespräch mit einem Familienmitglied berichtete, soll es keinen Streit mit dem jamaikanischen Häftling Christopher Coke gegeben haben.
Coke ist auch unter dem Namen „Dudus“ bekannt. TMZ hatte zuvor behauptet, Combs sei während seines Gefängnisaufenthalts mit ihm aneinandergeraten. Die Familie bezeichnete diese Darstellung laut LoRosa als falsch. Combs und Coke befänden sich zudem in unterschiedlichen Bereichen der Haftanstalt.
Der Bericht über die angebliche Auseinandersetzung war nach einer Meldung von Page Six aufgekommen. Demnach hatte Combs am Samstag seinen Kopf an einem Etagenbett angeschlagen und musste anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Familie sei nach LoRosas Darstellung nicht vollständig sicher, wodurch die Verletzung entstanden sei. Sie betone jedoch, dass kein außergewöhnlicher Vorfall dahinterstecke.
Auch die Rahmenbedingungen sprechen laut LoRosa gegen die von TMZ geschilderte Version. Der 56-jährige Combs werde außerhalb seiner Special Housing Unit, kurz SHU, bewacht. Die Behauptung, der Vorfall habe sich während seiner täglichen Auszeit ereignet, passe daher aus Sicht seines Umfelds nicht zu den bekannten Abläufen.
Ein Sprecher des Federal Bureau of Prisons erklärte gegenüber Page Six am Mittwoch ebenfalls, eine Auseinandersetzung zwischen Combs und Coke habe nicht stattgefunden. Combs’ eigener Sprecher hatte zuvor mitgeteilt, das Team könne den angeblichen Kampf nicht unabhängig überprüfen. Im Mittelpunkt stehe die Gesundheit und das Wohlergehen des Musikers.
Nach Angaben von LoRosa wurde Combs nach dem Krankenhausaufenthalt direkt in die Haftanstalt zurückgebracht. Dort befinde er sich weiterhin. Die Familie sei außerdem darüber verärgert, dass überhaupt bekannt geworden sei, dass er medizinisch behandelt wurde. Woher die Information stamme, sei unklar.
In der Sendung äußerte Charlamagne Tha God die Vermutung, jemand aus Combs’ Umfeld könne die Geschichte verbreitet oder verstärkt haben, um den Eindruck zu erwecken, Combs sei im Gefängnis nicht sicher. Diese Einschätzung ist nicht bestätigt.
Combs verbüßt eine Haftstrafe von 50 Monaten. Laut dem vorliegenden Bericht wurde er im vergangenen Jahr in zwei Fällen wegen des Transports zur Prostitution verurteilt. Für die aktuellen Angaben zur Kopfverletzung und zu den Umständen im Gefängnis bleiben damit vor allem zwei Punkte festzuhalten: Die Verletzung führte zu einem Krankenhausaufenthalt, die Ursache ist laut Familie nicht abschließend geklärt – und ein Streit mit Christopher Coke wurde sowohl von Combs’ Umfeld als auch vom Federal Bureau of Prisons bestritten. Bevor man sich auf das Gefängnisdrama verlässt, sollte man die Fakten ordentlich prüfen. Genau das ist hier ausnahmsweise die vernünftigste Schlagzeile.
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Sean „Diddy“ Combs: Familie weist Bericht über Gefängnisstreit zurück
Sean „Diddy“ Combs wurde am Samstag wegen einer Kopfverletzung in ein Krankenhaus gebracht. Berichte über eine Auseinandersetzung mit dem Häftling Christopher Coke weist sein Umfeld zurück; auch das Federal Bureau of Prisons erklärte, ein solcher Vorfall habe nicht stattgefunden.
