Hallo. Rhonda hier. In Hollywood kann ein alter Film offenbar jederzeit wieder aus dem Schrank fallen. Manchmal mit Nostalgie, manchmal mit Staub – und manchmal mit sehr schlechtem Dialog.
Sharon Stone hat in einem neuen Interview mit Variety auf „Sliver“ zurückgeblickt, den Erotikthriller aus dem Jahr 1993. Dabei las sie eine bekannte Zeile aus einem ihrer Filme und sollte erraten, woher sie stammt. Zunächst ordnete die heute 68-Jährige den Satz ihrem Science-Fiction-Film „Sphere“ von 1998 zu. Dann erinnerte sie sich an den richtigen Titel: „Sliver“.
Ihre Reaktion auf die Zeile fiel wenig sentimental aus. Stone erklärte, sie habe jahrelang eine Regel gehabt, nach der niemand dieses Wort sagen durfte. Als Grund nannte sie den aus ihrer Sicht „terrible dialogue“ – also schrecklichen Dialog. Das Drehbuch stammte von Joe Eszterhas, mit dem Stone zuvor bereits an „Basic Instinct“ gearbeitet hatte.
In „Sliver“ spielt Stone eine Buchredakteurin, die in ein luxuriöses Gebäude in Manhattan zieht. Dort entwickelt sich eine romantische Beziehung zu einem geheimnisvollen Bewohner, dargestellt von Billy Baldwin. Der Film basiert auf Ira Levins gleichnamigem Roman und wurde von der Kritik negativ aufgenommen. Ein besonders freundlicher Empfang sieht anders aus. Sehr anders.
Stone machte anschließend eine bemerkenswerte Karrierekurve. Zwei Jahre nach „Sliver“ spielte sie in Martin Scorseses „Casino“ und erhielt dafür ihre erste und bislang einzige Oscar-Nominierung. Der Flop blieb also nicht das letzte Wort über ihre Laufbahn – auch wenn der Dialog offenbar weiterhin Gegenstand ihrer persönlichen Abrechnung ist.
Für zusätzliche Spannung sorgt ein aktuelles Interview mit Billy Baldwin. Laut Page Six sprach Baldwin am Dienstag im Podcast „Lisa Guerrero Unleashed“ über die Zusammenarbeit mit Stone. Er behauptete, beide hätten sich in den ersten Wochen am Set gut verstanden. Danach habe Stone drei Monate lang weder „Hallo“ noch „Auf Wiedersehen“ zu ihm gesagt.
Baldwin zufolge fühlte er sich so unwohl, dass er ein Treffen mit den Produzenten ansetzte und sie darum bat, ihn nicht in der finalen Liebesszene mit Stone küssen zu lassen. Außerdem warf er ihr vor, seine schauspielerischen Fähigkeiten in der Woche der Filmpremiere bei „Larry King Live“ schlechtgemacht zu haben. Diese Angaben stammen aus Baldwins eigener Darstellung im Podcast und sind entsprechend als seine Sicht auf die damaligen Ereignisse einzuordnen.
Darüber hinaus schilderte Baldwin weitere, nicht unabhängig bestätigte Behauptungen. Er sprach von einem angeblichen Schrein mit Kerzen und Bildern in Stones Trailer. Außerdem sagte er, Stone sei mehrere Tage auf Krücken gegangen, nachdem er ihr während einer Szene mit einem beschuhten Fuß auf den Fuß getreten habe. Das ist eine Menge Setgeschichte für einen Film, dessen Dialog bereits ohne Zusatzprogramm Aufmerksamkeit bekommt.
Trotz seiner Vorwürfe erklärte Baldwin, er würde den Streit gern beilegen. Er hoffe, Stone die Hand schütteln oder sie umarmen zu können. Ob es dazu kommt, ist nicht bekannt. Fest steht nur: Stone hat ihre Meinung zu „Sliver“ öffentlich geäußert, Baldwin seine Erinnerungen an die Dreharbeiten ebenfalls. Der Rest bleibt vorerst ein Hollywood-Konflikt mit zwei Versionen – und einem sehr langen Schatten aus dem Jahr 1993.
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Sharon Stone rechnet mit „Sliver“ ab – Billy Baldwin will den Streit dennoch beenden
Sharon Stone hält den Dialog ihres Films „Sliver“ von 1993 für ausgesprochen misslungen. Kurz zuvor hatte Co-Star Billy Baldwin in einem Podcast Vorwürfe über die gemeinsame Drehzeit erhoben – und zugleich eine Versöhnung angeboten.
