Sylvester Stallone hat über eine gesundheitlich belastende Phase während seiner Karriere gesprochen. Wie Page Six unter Berufung auf ein am Samstag veröffentlichtes Profil der „New York Times“ berichtet, litt der Schauspieler in den 1980er-Jahren unter einer Essstörung und setzte bei der Vorbereitung auf seine Rollen in „Rocky“ und „Rambo“ anabole beziehungsweise leistungssteigernde Substanzen ein.
Stallone beschrieb, wie stark sich sein Verhältnis zum eigenen Körper damals verändert habe. Die Gestaltung seines Körpers für die Rollen sei zunächst Teil der beruflichen Vorbereitung gewesen, habe sich aber zu einer Obsession entwickelt. Während der Dreharbeiten zu „Rocky III“ habe er nach eigener Aussage einen Körperfettanteil von 2,6 Prozent erreicht.
In diesem Zusammenhang sagte Stallone, er sei bulimisch geworden. Er habe Nahrung nicht bei sich behalten können oder sie nicht behalten wollen, weil er unbedingt dieses Fitnessniveau halten wollte. Seine damalige Einstellung bezeichnete er als eine Form der zwanghaften Verehrung des eigenen Körpers. Das ist keine harmlose Anekdote aus der Trainingsmontage, sondern eine Schilderung ernsthafter gesundheitlicher Belastung.
Auch den Einsatz von Steroiden bestätigte Stallone in dem Gespräch. Er sagte, er habe einen sechs Wochen dauernden Zyklus absolviert und diesen für die Darstellung des Boxers Rocky Balboa als notwendig betrachtet. Welche konkreten Substanzen er verwendete, gab er nicht an. Nach seiner Darstellung folgte auf sechs Wochen Einnahme eine ebenso lange Pause. Zugleich räumte er ein, dass diese Praxis einen hohen körperlichen Preis gehabt habe.
Stallone erklärte außerdem, Schauspieler hätten sich in jener Zeit für besonders körperbetonte Rollen aus seiner Sicht kaum ohne Medikamente über einen langen Zeitraum in entsprechender Form halten können. Er verwies dabei auf eine Ernährung, die unter anderem aus Joghurt und Pudding bestanden habe. Seine Aussage bezog sich auf die damaligen Anforderungen, nicht auf eine aktuelle Empfehlung.
Für seine Arbeit im „Rocky“-Franchise erhielt Stallone mehrere Oscar-Nominierungen und gewann einen Golden Globe. Die Figur Rocky Balboa gehört zu den bekanntesten Rollen seiner Laufbahn. „Cop Land“ aus dem Jahr 1997 habe ihm später erlaubt, die strengen körperlichen Maßstäbe zumindest teilweise zu lockern, sagte Stallone. In dem Film spielte er den teilweise gehörlosen Sheriff Freddy Heflin aus New Jersey. Diese Erfahrung habe ihn nach eigener Aussage „etwas befreit“, zugleich sei seine Karriere in Hollywood anschließend in eine schwierige Phase geraten.
An der großen Blockbusterfront war Stallone zuletzt mit „The Expendables 4“ aus dem Jahr 2023 zu sehen. Ebenfalls 2023 erschien die biografische Dokumentation „Sly“. Weitere Rollen folgten 2024 im Actionthriller „Armor“ und 2025 im Krimi-Thriller „Alarum“. Einen jüngeren Erfolg verzeichnete er zudem als Mafiaboss in der Paramount+-Serie „Tulsa King“.
Der Bericht greift außerdem Stallones neue politische Rolle in Hollywood auf. Präsident Donald Trump ernannte ihn in diesem Jahr gemeinsam mit Jon Voight und Mel Gibson zu einem seiner besonderen Hollywood-Botschafter. Stallone sagte, er habe von der Ernennung zunächst nichts gewusst und die Nachricht im Fernsehen gesehen. Zugleich äußerte er Zweifel daran, ob die Aufgabe funktionieren werde, da Hollywood aus vielen eigenständigen Studios und Interessengruppen bestehe.
Die Aussagen über Essstörung und Steroidkonsum stammen aus Stallones Gespräch mit der „New York Times“ und werden von Page Six wiedergegeben. Mehr lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht seriös ableiten. Rhonda sagt: Bei Körperbildern, die wie Erfolg aussehen sollen, lohnt sich ein zweiter Blick auf den Preis.
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Sylvester Stallone spricht über Bulimie und Steroidkonsum während „Rocky III“
In einem vom „New York Times“-Profil aufgegriffenen Gespräch schildert Sylvester Stallone seine damalige Fixierung auf körperliche Fitness. Während der Vorbereitung auf „Rocky III“ habe er mit Bulimie und einem sechs Wochen langen Steroidzyklus gearbeitet.
