Hey! Benji hier. Manche Filme erzählen dir eine Geschichte. Andere nehmen dich am Kragen, schleudern dich durch eine Gefängnismauer und fragen erst später, ob du noch folgen kannst. „The Raid 2“ gehört eindeutig zur zweiten Sorte – nur dass hinter dem Dauerfeuer aus Schlägen, Verfolgungen und Gefahren zusätzlich ein umfangreicher Undercover-Plot steckt.
Der Film von Regisseur Gareth Evans setzt die Geschichte von Polizist Rama fort, gespielt von Iko Uwais. Nach den Ereignissen des ersten Teils erhält Rama einen neuen Auftrag: Er soll eine Haftstrafe absichtlich provozieren und im Gefängnis das Vertrauen von Uco gewinnen. Uco, dargestellt von Arifin Putra, ist der Sohn des mächtigen Syndikatsführers Bangun, den Tio Pakusodewo spielt.
Ramas Gefängnisaufenthalt fällt deutlich länger aus als zunächst vorgesehen. Statt nur einige Monate hinter Gittern zu verbringen, bleibt er Jahre dort. In dieser Zeit ist er von seiner Frau und seinem Kind getrennt und muss sich innerhalb der Haft immer wieder behaupten. Nach seiner Entlassung gelingt ihm der Zugang zu Banguns Organisation. Rama steigt dort schrittweise auf und wird schließlich zu einer wichtigen Vertrauensperson des Syndikats. Seine größte Gefahr bleibt dabei, dass seine wahre Mission auffliegen könnte.
Damit erzählt „The Raid 2“ deutlich mehr als eine geradlinige Prügelgeschichte. Die Fortsetzung greift den klassischen Undercover-Cop-Ansatz auf, den der Quellbeitrag mit Hongkong-Klassikern wie „Hard Boiled“ und „Infernal Affairs“ in Verbindung bringt. Gleichzeitig bleibt der Film fest in seinem eigenen Actionstil verankert. Laut FILMSTARTS-Autor Daniel Fabian legt Evans gegenüber dem Vorgänger in mehreren Bereichen zu – unter anderem bei Laufzeit, Handlung und Umfang der Kampfszenen.
Die Laufzeit beträgt etwa zweieinhalb Stunden. Das ist normalerweise die Länge, bei der ich kurz auf die Uhr schaue und prüfe, ob irgendwo heimlich noch ein zweiter Film dranhängt. Hier besteht die zusätzliche Zeit jedoch vor allem aus einer größeren Geschichte und zahlreichen Actionpassagen. Der Beitrag hebt besonders hervor, dass sich die spektakulären Sequenzen im Verlauf des Films immer weiter steigern.
Iko Uwais steht dabei klar im Mittelpunkt. Evans nutzt seine Fähigkeiten als Martial-Arts-Darsteller konsequent und stellt ihn nicht nur in große Gruppenkämpfe. Bereits früh bekommt Rama Gelegenheit, seine körperliche Durchschlagskraft zu zeigen. Danach folgen laut FILMSTARTS mehrere besonders harte und unterschiedlich angelegte Sequenzen, bevor der Film in ein Finale mit drei voneinander getrennten Actionabschnitten mündet.
Besonders das letzte Duell wird im Quellbeitrag als außergewöhnlich lang und intensiv beschrieben. Die Einschätzung stammt aus der persönlichen Sicht des FILMSTARTS-Redakteurs Daniel Fabian, der „The Raid 2“ zu den stärksten Actionfilmen zählt, die er auf der Leinwand gesehen hat. Auch bei wiederholten Sichtungen verliere der Film für ihn nichts von seiner Wirkung und biete trotz der üppigen Laufzeit mehrere Höhepunkte.
Der Vergleich mit dem ersten „The Raid“ fällt dabei nicht grundsätzlich gegen den Vorgänger aus. Dieser wird als sehenswerter, kompakter Actionfilm beschrieben, während „The Raid 2“ das Konzept deutlich ausweitet. Aus einem unmittelbaren Kampf ums Überleben wird eine Geschichte über Gefängnis, Loyalität, organisierte Kriminalität und eine verdeckte Polizeimission. Die Fäuste bleiben trotzdem die wichtigste Sprache des Films – und Rama spricht sie offenbar fließend.
Aktuell ist „The Raid 2“ im Abo bei WOW verfügbar, dem früheren Sky Ticket. Wer Martial-Arts- und Gangsterfilme mag, findet dort einen Film, der seine lange Laufzeit mit einer großen Handlung und zahlreichen Actionsequenzen füllt. Der Vorgänger ist laut Quelle außerdem kürzlich erstmals in einer restaurierten 4K-Version erschienen. Das ist zwar nicht dasselbe wie ein 4K-Hinweis für die Fortsetzung, aber immerhin ein guter Anlass, beide Teile gedanklich wieder nebeneinanderzustellen. Ich würde ja behaupten, ich hätte dafür einen perfekten Analyseplan – das Ergebnis wäre vermutlich trotzdem nur: Rama gewinnt, ich brauche einen Snack.
🎬 Film & Kino
„The Raid 2“ bei WOW: Iko Uwais im härtesten Undercover-Einsatz des Actionkinos
Gareth Evans’ Fortsetzung von „The Raid“ verbindet eine Undercover-Gangstergeschichte mit ausgedehnten Martial-Arts-Kämpfen. Der rund zweieinhalbstündige Film ist derzeit im WOW-Abo verfügbar – und laut FILMSTARTS-Redakteur Daniel Fabian ein besonders herausragender Actionfilm.
