Hey, Benji hier. Heute gibt’s einen Filmabend für alle, die bei einer Ermittlung nicht nur miträtseln, sondern auch ordentlich nervös auf die Uhr schauen wollen: ARTE zeigt am Mittwoch, 23. September 2026, um 20:15 Uhr den Mystery-Thriller „Eine ganz private Affäre“. Der Film stammt aus dem Jahr 2002 und verbindet eine Vermisstensuche mit Verbrechen, Geheimnissen und einer Affäre, die für den beteiligten Privatdetektiv nicht gerade unter die Kategorie „professionelle Entscheidung“ fällt.
Im Zentrum steht François Manéri, gespielt von Thierry Lhermitte. Die Eltern einer Studentin wenden sich an ihn, weil ihre Tochter seit einem halben Jahr verschwunden ist. François übernimmt den Auftrag widerwillig. Seine eigene Einschätzung: Die Chancen, tatsächlich etwas über ihren Verbleib herauszufinden, sind gering. Tja, und genau da beginnt bekanntlich die Sorte Fall, bei der man besser nicht zu früh Feierabend macht. Das ist meine persönliche Einordnung, nicht die offizielle Ermittlungsstrategie – ich hätte wahrscheinlich trotzdem schon nach zehn Minuten eine viel zu gewagte Theorie.
Die Nachforschungen führen den Privatdetektiv in die Vergangenheit der jungen Frau. Befragungen zeichnen das Bild einer rätselhaften Studentin, deren Leben eng mit dem düsteren Umfeld eines Swingerclubs verbunden war. Dort scheint sie ein zweites Leben geführt zu haben. Für François wird die Suche damit zunehmend unübersichtlich: Je mehr er über die Vermisste erfährt, desto stärker gerät er selbst in eine Welt, in der Begehren und Gefahr dicht beieinanderliegen.
Eine entscheidende Figur ist Clarisse, die beste Freundin der Studentin. Marion Cotillard verkörpert die junge Frau, deren Wissen über den Fall zunächst schwer einzuschätzen ist. François beginnt eine Affäre mit ihr. Damit überschreitet er nicht nur eine berufliche Grenze, sondern bringt sich auch emotional in eine Lage, in der nüchterne Distanz vermutlich ungefähr so gut funktioniert wie ein Regenschirm unter einem Wasserfall.
Dann nimmt der Fall eine deutlich finsterere Wendung: Die Leiche der vermissten Studentin wird zerstückelt gefunden. Von diesem Moment an geht es nicht mehr allein um die Frage, wo die junge Frau geblieben ist. François muss sich entscheiden, ob er sich aus der Angelegenheit zurückzieht oder weiter nach der Wahrheit sucht. Zugleich bleibt offen, welche Rolle Clarisse tatsächlich spielt und was sie über die Ereignisse weiß.
Besonders interessant ist der Film auch wegen Marion Cotillard. „Eine ganz private Affäre“ entstand lange vor ihrem internationalen Durchbruch. Nur fünf Jahre später wurde sie für ihre Darstellung in „La Vie en Rose“ mit dem Oscar ausgezeichnet. Der ARTE-Termin bietet damit die Gelegenheit, die spätere Preisträgerin in einer frühen Karrierephase zu sehen – in einer Rolle, die deutlich stärker von Rätsel, Verführung und Ambivalenz geprägt ist als von klassischem Wohlfühlkino. Benji-Urteil: Wer hier eine kuschelige Komödie erwartet, sollte vielleicht vorher noch einmal sehr genau auf das Wort „Thriller“ schauen.
Der Film ist am 23. September 2026 um 20:15 Uhr im Fernsehen bei ARTE zu sehen. Wer lieber zeitlich unabhängiger schaut, kann „Eine ganz private Affäre“ außerdem in der ARTE Mediathek streamen. Dort soll der Film bis Januar 2027 kostenlos verfügbar sein. Der Krimiabend hat also ein klares Startsignal, einen ungewöhnlichen Ermittler und genug dunkle Geheimnisse für eine Handlung, bei der niemand seine Entscheidungen allzu entspannt treffen dürfte. Und falls jemand fragt: Nein, eine Affäre mit einer Verdächtigen gehört nicht in meinen persönlichen Ermittlungsplan. Ich habe nämlich einen Plan. Das Ergebnis wäre nur überraschend.
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TV-Tipp auf ARTE: Marion Cotillard im düsteren Mystery-Thriller „Eine ganz private Affäre“
ARTE zeigt am 23. September 2026 den Thriller „Eine ganz private Affäre“ aus dem Jahr 2002. Im Mittelpunkt stehen ein verschwundenes Mädchen, ein gefährliches Milieu und Marion Cotillard in einer frühen, ungewöhnlich gewagten Rolle.
