Hallo. Rhonda hier. Wenn ein Schreiben zur höfischen Statusklärung binnen eines Tages mit einer internationalen Absage verbunden wird, ist zumindest eines sicher: In dieser Familie bleibt selbst eine Verwaltungsnotiz selten nur eine Verwaltungsnotiz.

Uganda hat seine Teilnahme an den Invictus Games 2027 in Birmingham zurückgezogen. Das teilte General Muhoozi Kainerugaba, Ugandas Chief of Defense Forces, am Dienstag nach der Veröffentlichung eines Schreibens aus dem Umfeld von König Charles III. mit. Der Rückzug wurde von ihm auf X mit der Anerkennung des britischen Monarchen begründet. Uganda wolle nichts unterstützen, was nicht die Zustimmung von Charles habe, schrieb Kainerugaba dem Bericht zufolge.

Page Six berichtet, dass Prinz Harrys Umfeld zwischen beiden Vorgängen einen Zusammenhang sieht. Eine Quelle aus dem Sussex-Lager erklärte gegenüber ITV News, die Entscheidung Ugandas sei eine Folge der Anweisung des Lord Chamberlain, die den Status von Harry und Meghan ohne vorherige Abstimmung mit dem Paar klargestellt habe. Die Quelle äußerte außerdem die Sorge, dass vor allem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Invictus Games unter dem Streit leiden könnten. Eine unabhängige Bestätigung dieser Einschätzung liegt nicht vor.

Das fragliche Schreiben war am Montag durch den Lord Chamberlain an die Medien weitergegeben worden. Darin wurde festgehalten, dass Harry und Meghan weiterhin keine arbeitenden Mitglieder der königlichen Familie sind. Beide seien private Bürger mit kommerziellen und wohltätigen Interessen. Harry ist laut dem Bericht 41 Jahre alt, Meghan 45, Charles 77.

Nach Angaben von Page Six soll das Paar vor der Veröffentlichung nicht konsultiert worden sein. Harry und Meghan haben sich öffentlich bislang nicht zu dem Schreiben geäußert. Quellen behaupten jedoch, die beiden seien mit der Wortwahl unzufrieden und empfänden die Erklärung als bewusst gesetzt. The Telegraph berichtete demnach außerdem, dass sie lieber als „public figures“ bezeichnet werden möchten als als private Bürger mit geschäftlichen und wohltätigen Interessen. Das ist – höflich formuliert – eine bemerkenswert große Debatte über zwei Formulierungen. Aha.

Kainerugaba erklärte gegenüber The Times, innerhalb des ugandischen Verteidigungsministeriums gebe es Gruppierungen, die Harry und Meghan unterstützten. Er habe diese Haltung sofort zurückdrängen müssen, heißt es in dem Bericht. Der General ist 52 Jahre alt. Seine Erklärung stellte dabei ausdrücklich die Verehrung für Charles heraus und verband den Rückzug mit der fehlenden Zustimmung des Königs.

Die Invictus Games wurden 2014 von Harry gegründet. Die internationale Sportveranstaltung richtet sich an verwundete, verletzte und erkrankte Angehörige des Militärs. Uganda war erst im Juli bei einer Zeremonie in London in die Invictus-Gemeinschaft aufgenommen worden. An der Veranstaltung nahmen Harry sowie weitere Vertreter Ugandas teil. Nun steht das Land für die Ausgabe 2027 in Birmingham nicht mehr auf der Teilnehmerliste – jedenfalls nach dem derzeit vorliegenden Bericht.

Page Six hat nach eigenen Angaben die Vertreter von Harry und den Invictus Games um eine Stellungnahme gebeten. Eine Antwort wird im vorliegenden Material nicht genannt. Damit bleibt die zentrale Frage vorerst eine Zuschreibung: Ugandas Entscheidung ist bestätigt, der von Harrys Umfeld behauptete Zusammenhang mit Charles’ Schreiben jedoch nicht unabhängig belegt.

Auch privat ist Harrys Rückkehr nach Großbritannien weiterhin Teil der Berichterstattung. Page Six zufolge kam er vor zwei Wochen gemeinsam mit Meghan und den beiden Kindern, Prinz Archie und Prinzessin Lilibet, nach England. Im August war bekannt geworden, dass die Familie aus ihrem Zuhause in Montecito, Kalifornien, zurück nach Großbritannien ziehen wolle – sechs Jahre nachdem Harry und Meghan ihre königlichen Aufgaben beendet und das Land verlassen hatten.

Harry wurde am Montag in einem Londoner Podcaststudio gesehen. Für ihn war es laut dem Bericht der erste öffentliche Auftritt seit dem Umzug. Meghan wurde unterdessen beim Tee mit einer offenbar ebenfalls aus dem Kreis der Mütter stammenden Frau in den Cotswolds beobachtet. Dort soll das Paar nach einem Haus suchen. Ob daraus ein neues Zuhause oder nur weiterer Stoff für Schlagzeilen wird, bleibt offen. Die Invictus Games allerdings haben bereits eine konkrete Veränderung: Uganda wird 2027 in Birmingham nicht antreten.