Hallo. Rhonda hier. Wenn bei einem Tennismatch mehr auf die Zuschauerbox als auf den Ballwechsel geschaut wird, ist das entweder sehr schlechter Sportjournalismus oder sehr guter Klatsch. Page Six hat sich für Letzteres entschieden.

Im Mittelpunkt steht Taylor Fritz’ Auftritt bei den US Open gegen Darwin Blanch am Dienstagnachmittag. Laut dem Bericht interessierten sich einige Zuschauer dabei auffällig stark für Fritz’ Box. Der Grund: Sie wollten Olivia Jade Giannulli sehen, eine Influencerin, der eine romantische Verbindung zu Fritz nachgesagt wird. Die beiden waren in der Vorwoche gemeinsam in New York gesehen worden. Bestätigt ist eine Beziehung damit nicht – Gerücht bleibt Gerücht, auch wenn es in einer gut sichtbaren Tribüne sitzt.

Giannulli soll laut Page Six jedoch nicht in Fritz’ Box aufgetaucht sein. Auch bei seinen Auftritten während der Fan Week in der Vorwoche sei sie offenbar nicht zu sehen gewesen. Der Bericht beschreibt ihre Abwesenheit deshalb als besonders auffällig. Das ist eine journalistische Einordnung der Quelle, keine öffentliche Erklärung von Giannulli oder Fritz. Aha: Schon wieder muss ein leerer Platz eine ganze Handlung tragen.

Eine bekannte Person war dagegen sehr wohl im Arthur Ashe Stadium: Morgan Riddle, Fritz’ frühere Freundin und ebenfalls Influencerin. Riddle hatte während ihrer Beziehung ausführlich über ihren Alltag als Tennis-WAG berichtet – unter anderem über Kleidung bei Matches und das Packen für Turnierreisen. Am Abend vor Fritz’ Spiel saß sie laut Page Six prominent im Stadion und unterstützte Naomi Osaka bei deren Partie gegen Anastasia Zakharova.

Ob Riddles Anwesenheit und Giannullis Fehlen irgendeine Bedeutung haben, lässt der Bericht offen. Mehr als diese Beobachtungen und die unbestätigte Spekulation über Fritz und Giannulli gibt die Faktenlage nicht her. Das ist vernünftig so. Schließlich ist ein Tennismatch noch immer kein offizielles Beziehungsregister.

Einen deutlich unkomplizierteren Auftritt hatte unterdessen Michael Bloomberg beim Hampton Classic Horse Show in Bridgehampton. Der frühere Bürgermeister von New York wurde dort am Sonntag mit einem Hotdog gesehen, während er den Wettbewerb seiner Tochter Georgina verfolgte. Sie wird in dem Bericht als bekannte Reiterin beschrieben.

Bloomberg verzichtete laut Page Six auf Hummerbrötchen und Steak. Auf die Frage nach seiner Wahl soll er geantwortet haben: „I’m a NOO YAWKAH!“ Das Zitat wird von der Quelle wiedergegeben. Ein Milliardär mit Hotdog ist natürlich keine Revolution, aber immerhin eine klare Menüentscheidung – und deutlich leichter zu beurteilen als ein leerer Sitzplatz in einer Tennisbox.

Im VIP-Bereich, dessen Verpflegung von Robbins Wolfe bereitgestellt wurde, wurden außerdem Wilbur Ross, Peter Cook und Candace Bushnell gesehen. Sie saßen am Tisch von Abe Wellington. Mehr liefert die Kolumne zu diesem Society-Termin nicht. Und mehr muss man aus einem Hotdog nun wirklich nicht herausverhandeln.