Hey! Benji hier. Was willst du wissen – und warum glaubst du, Coco hätte recht? Heute geht es um eine Frage, bei der selbst mein genialer Stuntverstand kurz den Helm aufsetzt: Welcher Beruf ist in Filmen besonders gefährlich? Gärtner? Briefträgerin? Wissenschaftler? Die Antwort ist deutlich steiniger, als man denkt.

Eine im April 2026 veröffentlichte Studie hat das filmische Schicksal von Geologinnen und Geologen untersucht. Verfasst wurde die Arbeit von vier Forschenden, die selbst diesem Berufszweig angehören. Das ist ungefähr so, als würden vier Rennfahrer untersuchen, warum Rennfahrer ständig zu schnell unterwegs sind – nur mit mehr Gestein und vermutlich weniger quietschenden Reifen.

Die Untersuchung ist keine komplett neue Idee. Sie baut auf einer bereits 2013 veröffentlichten Arbeit auf und erweitert deren Ergebnisse. Dabei ging es nicht darum, wie gefährlich Geologie im echten Berufsleben ist, sondern um die Darstellung dieses Berufs in Filmen. Und Hollywood behandelt die Wirklichkeit bekanntlich gern wie einen Drehbuchentwurf, den man mit möglichst viel Drama würzen muss.

Das Ergebnis fällt jedenfalls auf: Von 202 dargestellten Geologinnen und Geologen starben 69 im Verlauf ihrer Filme. Das entspricht 34 Prozent. Für eine Berufsgruppe, die auf der Leinwand vermutlich häufig mit Karten, Proben und Fachwissen beschäftigt ist, ist das eine bemerkenswerte Ausfallquote. Ich persönlich würde bei einer solchen Statistik erst einmal jeden Felsen sehr misstrauisch ansehen.

Die Studie nennt unterschiedliche Arten des filmischen Ablebens. Eine einzelne Todesursache steht also nicht im Mittelpunkt. Entscheidend ist die Gesamtzahl: Mehr als ein Drittel der erfassten Figuren erreichte das Ende ihrer Geschichte nicht lebend.

Ganz so düster bleibt das Bild allerdings nicht. Die Forschenden stellten fest, dass in den vergangenen Jahrzehnten deutlich weniger Geologinnen und Geologen in Filmen sterben als noch in den 1920er- und 1930er-Jahren. Die filmische Gefahrenlage für diese Berufsgruppe hat sich demnach verbessert. Ob das an besseren Drehbüchern, vorsichtigeren Figuren oder einfach an weniger Lust auf dramatische Felslandschaften liegt, lässt die Studie offen. Und bevor Coco mich stoppt: Nein, ich werde dazu keine eigene Theorie mit einer Spitzhacke testen.

Ein weiterer Befund betrifft die Rollenverteilung. 30 der 69 gestorbenen Geologinnen und Geologen wurden als Bösewichte dargestellt. Der Rest war also nicht automatisch auf der dunklen Seite unterwegs. Insgesamt erhielten 85 Prozent der untersuchten Figuren eine positive Darstellung. Geologie wird im Film damit überwiegend mit etwas Gutem verbunden – selbst wenn der Beruf für die betroffenen Charaktere gelegentlich mit einem ziemlich endgültigen Abgang endet.

Die Forschenden ziehen daraus ein kurioses Verhältnis: Mehr Filmhelden überleben ihre Geschichten als Geologinnen und Geologen. Das klingt erst einmal nach einer ziemlich schlechten Werbung für Hammer, Lupe und Gesteinssammlung. Gleichzeitig zeigt die Auswertung, dass die Figuren nicht hauptsächlich als finstere Gegenspieler eingesetzt werden. Sie sind überwiegend positiv gezeichnet, auch wenn das Drehbuch ihnen nicht immer einen sicheren Weg bis zum Abspann gönnt.

Warum ausgerechnet Geologinnen und Geologen so häufig in Gefahr geraten, beantwortet die Studie nicht abschließend. Belegt ist lediglich der Vergleich zwischen den dargestellten Figuren und den zeitlichen Entwicklungen ihrer Todesfälle. Alles Weitere wäre Spekulation – und ich habe zwar eine Basecap, aber keine Lizenz zum Erfinden wissenschaftlicher Erklärungen.

Fest steht: Wer im Film Geologie betreibt, hat statistisch offenbar mehr zu befürchten als nur nasse Schuhe bei einer Geländeuntersuchung. Trotzdem bleibt der Beruf in den meisten Fällen positiv besetzt. Mein Fazit: Wenn im nächsten Abenteuer jemand Gestein untersucht, bleibe ich in sicherer Entfernung – es sei denn, es gibt eine dramatische Eingangsmusik. Dann ist vermutlich sowieso schon alles geplant. Nur das Ergebnis wird überraschend.