Hallo. Rhonda hier. Wenn sich zwei Menschen an dieselbe Arbeitszeit vollkommen unterschiedlich erinnern, ist der erste Schritt nicht die große Schlussfolgerung, sondern der Faktencheck. Diesmal geht es um Wendi McLendon-Covey, Jeff Garlin und ihre gemeinsame Zeit bei „The Goldbergs“.
Garlin sprach in einem neuen Gespräch mit dem Podcast „Obsessed“ des „Daily Beast“ über seinen Ausstieg aus der ABC-Sitcom. Der heute 64-Jährige sagte, er sei während seiner Zeit bei der Serie noch nicht wegen einer bipolaren Störung diagnostiziert gewesen. Die Diagnose habe er erst mit 59 Jahren erhalten, also gegen Ende seiner Zeit bei „The Goldbergs“.
Nach seiner Darstellung sei er damals mit sich und seiner Arbeit an der Serie unzufrieden gewesen. Garlin erklärte außerdem, sein Verhalten habe zwischen starkem Rückzug, manischer Ausgelassenheit und großer Gereiztheit gewechselt. Er sagte, McLendon-Covey habe ihm wiederholt versichert, dass er in der Serie sehr gut sei, während er selbst das nicht habe glauben können.
Garlin verband diese Zeit auch mit dem Verhältnis zu seiner früheren Serienpartnerin. Seiner Aussage zufolge habe er die Sitcom wegen seines Verhaltens verlassen müssen und McLendon-Covey sei deshalb sehr enttäuscht und wütend auf ihn gewesen. Zugleich sagte er, er empfinde keinen Groll gegen sie. Im Gegenteil: Er erklärte, er liebe McLendon-Covey und halte sie für eine der großartigsten Schauspielerinnen, mit denen er gearbeitet habe.
McLendon-Covey reagierte am Montag unter einem Instagram-Clip aus dem Interview zunächst mit einem knappen „Huh“. In einem weiteren Kommentar wurde sie deutlicher. Sie schrieb, sie erinnere sich „sehr anders“ an die Vorgänge – und verwies dabei nicht nur auf ihre eigene Sicht. Auch Crewmitglieder, andere Schauspieler, Autoren und Führungskräfte der Serie hätten die Ereignisse nach ihrer Darstellung anders in Erinnerung.
Damit steht eine persönliche Einordnung gegen eine andere. Mehr lässt sich aus den vorliegenden Aussagen nicht sauber machen, und genau hier darf der Boulevard ausnahmsweise seine Dramaturgie im Schrank lassen. Page Six teilte mit, Garlins Vertretung um eine Stellungnahme gebeten zu haben. Eine Antwort ist in dem vorliegenden Material nicht enthalten.
Garlin verließ „The Goldbergs“ 2021 abrupt. Damals standen laut dem Bericht von Page Six beziehungsweise einer zeitgenössischen Meldung von „Deadline“ Vorwürfe wegen Fehlverhaltens und als „missbräuchlich“ beschriebenen Verhaltens am Set im Raum. Berichtet wurde unter anderem über herabwürdigende Sprache, die Garlin angeblich verwendet haben soll, sowie über unerwünschte Umarmungen. Diese Angaben sind als damalige Vorwürfe beziehungsweise Berichte einzuordnen, nicht als nachträglich bestätigte Feststellungen.
McLendon-Covey hatte sich bereits im März 2023 in Andy Cohens Radiosendung zu Garlins Ausscheiden geäußert. Damals sagte sie, sein Weggang aus der Serie sei „lange überfällig“ gewesen. Gleichzeitig erklärte sie, sie sei es leid, über das Thema zu sprechen, und bezeichnete die damit verbundenen Erlebnisse als erschöpfend. Sie sagte außerdem, je weniger die Öffentlichkeit darüber wisse, desto besser sei es für alle Beteiligten.
Die aktuelle Auseinandersetzung liefert also keine gemeinsame Rückschau, sondern zwei deutlich voneinander abweichende Perspektiven. Garlins Aussagen stellen seine damals unerkannte psychische Erkrankung in den Mittelpunkt seiner Erklärung. McLendon-Coveys Reaktion widerspricht seiner Darstellung des damaligen Verhältnisses und bezieht weitere Mitglieder des Produktionsteams ein. Die offene Frage bleibt nicht, ob die Vergangenheit kompliziert war. Das ist bereits belegt. Die offene Frage ist, welche Details die Beteiligten jeweils für entscheidend halten – und ob sie sich darüber jemals einigen werden.
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Wendi McLendon-Covey widerspricht Jeff Garlins Darstellung der „Goldbergs“-Zeit
Jeff Garlin erklärte in einem Podcast, seine damals unerkannte bipolare Störung habe sein Verhalten am Set von „The Goldbergs“ beeinflusst. Wendi McLendon-Covey reagierte öffentlich und betonte, sie und zahlreiche frühere Kollegen erinnerten sich anders.
